60-jähriger Kriminalbeamter der Kreispolizeibehörde Viersen in Kontakt mit der Tätergruppierung 

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Wie berichtet hat die Polizei im Rahmen des Durchsuchungseinsatzes wegen eines Rauschgift-Ermittlungsverfahren am Mittwochmorgen, 16. März, Cannabispflanzen in erheblichen Mengen sichergestellt und sechs Männer vorläufig festgenommen.

Bei den Durchsuchungen an insgesamt 28 Objekten im Kreis Viersen, in Mönchengladbach und in Düsseldorf entdeckten die Ermittler drei Plantagen, die insgesamt an die 10.000 Pflanzen beinhalteten. Die Polizei geht von einem jährlichen Ernteertrag in Höhe mehrerer Millionen Euro aus.

Zudem stellten die Beamten an einigen Objekten auch Waffen und große Summen Bargeld sicher, die mutmaßlich aus Drogengeschäften stammen.

Fünf der insgesamt sechs vorläufig festgenommenen Männer im Alter von 30 bis 55 Jahren wurden heute, am 17. März, einem Haftrichter vorgeführt. Gegen sie ergingen Untersuchungshaftbefehle.

Im Zuge der Ermittlungen der Polizei stellte sich auch heraus, dass ein 60-jähriger Kriminalbeamter der Kreispolizeibehörde Viersen in Kontakt mit der Tätergruppierung stand. Es ergab sich gegen ihn ein Anfangsverdacht eines strafrechtlich relevanten Verhaltens, sodass auch gegen ihn ermittelt wird. Sein Arbeitsplatz und seine Wohnung wurden durchsucht. Insgesamt stehen die Ermittlungen gegen ihn noch am Anfang. Seitens der Kreispolizeibehörde Viersen wurden dienstrechtliche Schritte eingeleitet. Dem Beamten wurde das Führen von Dienstgeschäften vorerst untersagt.