Mehrere Massagestudios in Mönchengladbach sind Anfang April ins Visier der Behörden geraten. Bei einem koordinierten Einsatz haben Zoll und Stadtverwaltung am 2. April 2026 Kontrollen durchgeführt und dabei erhebliche Verstöße festgestellt.
Beteiligt waren die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Krefeld sowie die Gewerbeüberwachung der Stadt. Hintergrund der Aktion ist eine gesetzliche Änderung: Seit dem 1. Januar 2026 fallen auch Teile des Friseur- und Kosmetikgewerbes verstärkt unter das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz. Massagestudios gehören regelmäßig zu diesen Bereichen.
Im Zuge der Kontrollen wurden in zwei Betrieben insgesamt sieben Personen angetroffen, die sich nach Angaben der Behörden unerlaubt in Deutschland aufhielten. Gegen alle Betroffenen wurden Strafverfahren eingeleitet. In einem Fall wurde ein Mann in Polizeigewahrsam genommen, nachdem die Ausländerbehörde entsprechende Maßnahmen abgestimmt hatte.
Auch die Betreiber der überprüften Studios geraten nun in den Fokus der Ermittlungen. Gegen sie laufen Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung.
Zusätzlich stellte die städtische Gewerbeüberwachung fest, dass in mehreren Fällen gegen Vorschriften im Zusammenhang mit Prostitutionsbetrieben verstoßen wurde. Drei Betriebe durften daraufhin nicht weitergeführt werden. Zudem wurden Bußgelder verhängt. Wie hoch diese ausfallen, ist nicht bekannt.
Die Behörden sehen in den Ergebnissen einen Hinweis auf strukturelle Probleme in der Branche. Das Hauptzollamt Krefeld kündigte an, die Kontrollen künftig weiter zu intensivieren, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung konsequent zu verfolgen.