Nach einem Vorfall am vergangenen Montagmittag im Bereich der Dahler Landwehr bittet die Polizei Mönchengladbach die Bevölkerung um Mithilfe. Ein Zeuge verhinderte offenbar Schlimmeres, als er einer Frau zur Hilfe eilte, die von einem Unbekannten attackiert worden war. Nun suchen die Ermittler nicht nur nach dem flüchtigen Täter, sondern insbesondere auch nach der betroffenen Frau.
Es war gegen 12:20 Uhr, als ein 36-jähriger Spaziergänger auf dem Verbindungsweg zwischen der Dahler Landwehr und dem Hangbuschweg durch Hilferufe aufmerksam wurde. Der asphaltierte Weg, der entlang der Bahntrasse verläuft, ist zu dieser Zeit normalerweise belebt. Als der Zeuge der Stimme folgte, entdeckte er einen jungen Mann und eine Frau, die am Boden lagen. Durch das direkte Eingreifen des 36-Jährigen ließ der Angreifer von seinem Opfer ab, bestieg ein dunkles Mountainbike und flüchtete in Richtung Rheydt.
Die Frau schilderte dem Helfer kurz darauf den Hergang: Der Unbekannte sei auf sie zugefahren, habe angehalten und sie massiv unsittlich berührt. Als sie versuchte, sich zu wehren, kam es zu einem Gerangel, bei dem beide zu Boden stürzten. Trotz des sichtlichen Schocks lehnte die Frau es vor Ort ab, die Polizei zu rufen. Da sie sich entfernte, bevor die Beamten eintrafen, ist ihre Identität bislang nicht zweifelsfrei geklärt.
Beschreibungen der Beteiligten
Die Polizei hat detaillierte Personenbeschreibungen veröffentlicht und hofft auf Hinweise aus der Nachbarschaft oder von anderen Passanten.
Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben:
- Alter: zirka 14 bis 16 Jahre
- Größe: etwa 1,75 bis 1,78 Meter
- Statur: schlank
- Erscheinungsbild: schwarze Haare (oben länger, an den Seiten kürzer)
- Bekleidung: schwarze Hose
- Fahrrad: dunkles Mountainbike mit auffällig rot-weißem Lenker
Die gesuchte Frau (Opfer) wird wie folgt beschrieben:
- Alter: etwa 38 Jahre
- Größe: ca. 1,72 Meter
- Statur: schlank
- Haarfarbe: blond
- Besondere Merkmale: Nasen- und Bauchnabelpiercing, Tätowierungen am Bauch und an den Fingern
- Bekleidung: Jeanshose
Die Ermittler appellieren dringend an die betroffene Frau, sich zu melden, da ihre Aussage für das weitere Verfahren entscheidend ist. Auch weitere Zeugen, die am Montagmittag Beobachtungen im Bereich der Bahntrasse gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02161-290 beim zuständigen Kriminalkommissariat zu melden.