Foto Stadt Mönchengladbach
MÖNCHENGLADBACH. Das Kinder- und Jugendzentrum an der Stepgesstraße wird umfassend modernisiert. Nach 45 Jahren Betrieb investiert die Stadt Millionen in Barrierefreiheit, moderne Technik und neue pädagogische Konzepte. Die Bauarbeiten sollen rund ein Jahr dauern.
In der Mönchengladbacher Innenstadt haben die Arbeiten an einem der bekanntesten Jugendtreffs der Stadt begonnen. Am Jugendzentrum „Step“ wurden bereits Bauzäune errichtet und das Inventar entfernt. Das Gebäude steht nun leer, damit die Kernsanierung des 1981 eröffneten Baus starten kann. Insgesamt 6,9 Millionen Euro fließen in das Projekt, wobei 80 Prozent der Kosten durch Bundes- und Landesmittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ gedeckt werden.
Architektur als Herausforderung
Das vom Korschenbroicher Architekten Heinz Döhmen entworfene Gebäude ist für seine komplexe Struktur bekannt. Durch die starke Hanglage am Hans-Jonas-Park gleicht kein Stockwerk dem anderen. Die verwinkelte Architektur mit ihren vielen Nischen und unterschiedlichen Ebenen soll erhalten bleiben, wird aber technisch und funktional grundlegend überarbeitet.
Ziel des Gebäudemanagements (gmmg) ist es, die Räume an die heutige Jugendarbeit anzupassen. Die Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit haben sich in den vergangenen Jahrzehnten in Richtung Kulturarbeit und Streetwork verschoben.
Barrierefreiheit und neues Erscheinungsbild
Ein Schwerpunkt der Sanierung ist der Abbau von Barrieren. Bisher war das Gebäude für Menschen mit Gehbehinderung nur eingeschränkt nutzbar. Ein neuer Aufzugsturm an der Seite zum Hans-Jonas-Park sowie mehrere Hebelifte im Inneren sollen künftig alle Ebenen zugänglich machen.
Zudem erhält das „Step“ ein neues Gesicht zur Stadt hin: Ein markanter, ockerfarbener Eingangsbereich orientiert sich künftig zum Sonnenhausplatz und soll das Zentrum stärker zum öffentlichen Raum öffnen.
Boulderwand und Jugendcafé
Die Pläne sehen auf den verschiedenen Etagen gezielte Neuerungen vor:
- Untergeschoss: Hier entsteht das Jugendkulturlokal „JuLooX“ mit Café, Bühne und W-LAN-Bereich.
- Erdgeschoss: Das Foyer wird erweitert, die Küche vergrößert und ein neuer Kunst- und Aktionsraum geschaffen.
- Obergeschoss: Ein Mehrzweckraum erhält eine eigene Boulderwand zum Klettern.
- Dachgeschoss: Hier ziehen Medien- und Aufenthaltsräume ein.
Auch energetisch wird das Gebäude auf den neuesten Stand gebracht. Eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage sollen künftig die Betriebskosten und den CO2-Ausstoß senken. Die Fertigstellung ist für Anfang 2027 geplant.