Altweiber in Mönchengladbach: Polizei zieht weitgehend positive Bilanz
Während die „Jecke Wiever“ am Donnerstag den Straßenkarneval in Mönchengladbach einläuteten, herrschte hinter den Kulissen der Sicherheitskräfte ein konzentrierter, aber größtenteils ruhiger Ausnahmezustand. Die Polizei Mönchengladbach zog nach dem Ende der Altweiberfeierlichkeiten am 12. Februar eine Bilanz, die trotz einiger Zwischenfälle von einem überwiegend friedlichen Miteinander geprägt war. In der gesamten Stadt registrierten die Beamten insgesamt 43 Einsätze, die in direktem Zusammenhang mit dem närrischen Treiben standen – eine Zahl, die im Verhältnis zur Größe der Veranstaltungen moderat ausfällt.
Trotz der ausgelassenen Stimmung mussten die Einsatzkräfte vereinzelt hart durchgreifen, um die öffentliche Ordnung zu wahren. Neben einer Ingewahrsamnahme sprach die Polizei vier Platzverweise gegen Personen aus, die den friedlichen Ablauf störten. Die Kriminalstatistik des Tages verzeichnet zwei Anzeigen wegen Körperverletzung sowie eine Anzeige nach einem versuchten Raubdelikt. Diese Vorfälle blieben jedoch im Vergleich zum hohen Personenaufkommen in der Innenstadt und den Stadtteilen Ausnahmen.
Ein besonderes Augenmerk legten die Beamten auf die Verkehrssicherheit rund um die Party-Hotspots. Bei der Kontrolle von 25 Fahrzeugen zeigte sich, dass die Warnungen vor Fahrten unter Alkoholeinfluss nicht bei jedem Gehör fanden. Insbesondere Nutzer moderner Mobilitätsformen fielen negativ auf: Die Polizei stoppte zwei E-Scooter-Fahrer, von denen einer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, während der andere deutlich alkoholisiert unterwegs war. Trotz dieser Verstöße bedankte sich die Behörde ausdrücklich bei der großen Mehrheit der Jecken, die durch ihr besonnenes Verhalten zu einem sicheren Start in das lange Karnevalswochenende beigetragen haben.