Kontrolle im Regionalexpress zwischen Venlo und Mönchengladbach
Im Rahmen der derzeit wieder eingeführten Grenzkontrollen hat die Bundespolizei am Dienstag, 3. März 2026, einen gesuchten Mann in einem Regionalzug zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen festgenommen.
Nach Angaben der Bundespolizei kontrollierten Einsatzkräfte am Dienstagnachmittag Reisende im Regionalexpress 13 (RE13) auf der Strecke von Venlo nach Mönchengladbach. Während der Kontrolle wurden die Personalien eines 22-jährigen deutschen Staatsangehörigen überprüft und mit den polizeilichen Fahndungssystemen abgeglichen.
Dabei stellte sich heraus, dass gegen den Mann eine Fahndungsausschreibung der Staatsanwaltschaft Krefeld vorlag.
Haftbefehl wegen Erschleichens von Leistungen
Nach den polizeilichen Angaben hatte das Amtsgericht Krefeld den Mann bereits im Jahr 2023 wegen Erschleichens von Leistungen zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht setzte die Strafe auf 40 Tagessätze zu jeweils 15 Euro fest.
Da der Verurteilte die Geldstrafe nicht vollständig beglichen hatte, war ein Haftbefehl zur Vollstreckung erlassen worden.
Die Bundespolizei nahm den 22-Jährigen noch während der Zugfahrt fest und brachte ihn anschließend zum Bundespolizeirevier in Kempen.
Zahlung verhindert Haft
Um die Ersatzfreiheitsstrafe abzuwenden, beglich der Mann die noch offene Restgeldstrafe. Diese belief sich laut Polizei auf 375 Euro.
Durch die Zahlung konnte er die ansonsten drohende 25-tägige Haftstrafe vermeiden.
Grenzkontrollen auch im Bahnverkehr
Die Kontrolle erfolgte im Rahmen der derzeitigen Maßnahmen zur vorübergehenden Wiedereinführung von Grenzkontrollen an deutschen Binnengrenzen. Diese Maßnahmen wurden unter anderem zur Bekämpfung irregulärer Migration und grenzüberschreitender Kriminalität eingeführt. Sie betreffen neben dem Straßenverkehr auch den Bahnverkehr.
Die Bahnlinie RE13 (Maas-Wupper-Express) verbindet die niederländische Grenzstadt Venlo mit mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen, darunter Mönchengladbach, Düsseldorf und Wuppertal.