Wer in den nächsten Tagen mit dem Bus zur Arbeit oder zur Schule muss, braucht starke Nerven und gute Alternativen. Die Gewerkschaft ver.di macht im aktuellen Tarifstreit des kommunalen Nahverkehrs in NRW weiter Druck und ruft zu mehrtägigen Warnstreiks auf. Das trifft auch die NEW mobil und aktiv in Mönchengladbach mit voller Wucht.
Gestreikt wird nicht nur am Samstag, den 21. März 2026. Schon am heutigen Donnerstag (19. März) und am morgigen Freitag (20. März) legen die Beschäftigten die Arbeit nieder. Das bedeutet unterm Strich: Der Busverkehr in Mönchengladbach wird an drei aufeinanderfolgenden Tagen extrem eingeschränkt sein oder fällt sogar komplett aus.
Berufstätige und Schüler in der Zwickmühle
Besonders bitter ist das für Familien, denn auch der Schulbusverkehr fällt flach. Schülerinnen und Schüler kommen voraussichtlich nicht wie gewohnt zum Unterricht. Eltern sollten sich also möglichst schnell um Fahrgemeinschaften oder andere Lösungen kümmern.
Mindestens genauso hart trifft es viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wer kein Auto besitzt oder nicht einfach aufs Fahrrad umsteigen kann, ist schlichtweg auf den Bus angewiesen, um überhaupt zum Arbeitsplatz zu kommen. Für viele dieser Pendler gibt es schlicht keine andere Alternative. Das sorgt für enormen Stress, zumal längst nicht alle Arbeitgeber Verständnis dafür aufbringen, wenn Mitarbeiter wegen des Streiks zu spät oder gar nicht zur Schicht erscheinen. Da die NEW bereits deutlich gemacht hat, dass man sich auf keinen Notfahrplan verlassen kann, schauen alle, die auf den Bus angewiesen sind, sprichwörtlich in die Röhre.
Verhärtete Fronten am Verhandlungstisch
Warum das Ganze? Die Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten im NRW-Nahverkehr stecken in einer Sackgasse. Laut ver.di haben die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde Anfang März kein Angebot vorgelegt. Stattdessen standen Forderungen im Raum, die aus Sicht der Gewerkschaft die Arbeitsbedingungen sogar noch verschlechtern würden.
Die Arbeitnehmerseite fordert unter anderem eine 37-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, längere Ruhezeiten zwischen den Schichten und höhere Zuschläge für die Arbeit am Sonntag. Mit den Ausständen in dieser Woche soll der Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde am 24. März noch einmal spürbar erhöht werden. Ob es zeitnah zu einer Einigung kommt, ist völlig offen.
Ein kleiner Lichtblick für Zugfahrer
Wichtig für Pendler: Wer auf Regionalzüge oder S-Bahnen ausweichen kann, hat Glück. Diese gehören nicht zum kommunalen Nahverkehr und fahren in der Regel ganz normal nach Plan.