Foto Sascha hohnen
Die Notrufe, die am Freitagabend in der Leitstelle eingingen, ließen Schlimmes erahnen. Mehrere Anrufer meldeten Flammen und Rauch, sodass die Feuerwehr zunächst von einem Vollbrand einer Lagerhalle ausgehen musste. Doch dank eines schnellen und massiven Kräfteaufgebots konnte eine Katastrophe verhindert werden.
Schon auf der Anfahrt bestätigten sich die Befürchtungen der ersten Einsatzkräfte: Eine dunkle Rauchsäule wies den Weg zu dem Gewerbeobjekt. Vor Ort zeigte sich jedoch, dass das Feuer noch nicht auf die gesamte Gebäudesubstanz übergegriffen hatte. Statt der kompletten, rund 40 mal 10 Meter großen Halle standen im mittleren Bereich gelagerte Materialien in hellen Flammen. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung und der unklaren Lage fackelte die Einsatzleitung nicht lange und ließ sofort weitere Kräfte nachalarmieren.
Angriff von zwei Seiten
Um den Lagerhallenbrand unter Kontrolle zu bringen, setzten die Brandschützer auf eine Zangentaktik. Während auf der Rückseite des Gebäudes sofort Löschmaßnahmen im Dachbereich eingeleitet wurden, brachte sich an der Straßenfront die Drehleiter in Stellung. Zeitgleich drangen Atemschutztrupps über eine Zugangstür und ein seitliches Tor ins Innere vor, um das Feuer direkt am Brandherd zu bekämpfen.
Ein kritischer Punkt des Einsatzes war das direkt angrenzende Bürogebäude. Um ein Übergreifen der Flammen auf den Verwaltungstrakt zu verhindern, errichtete die Feuerwehr eine sogenannte Riegelstellung – eine massive Wasserwand, die das Gebäude erfolgreich abschirmte.
Hightech-Unterstützung aus der Luft
Im weiteren Verlauf gelang es den Einsatzkräften, weitere Zugänge zu schaffen und so den Druck auf das Feuer zu erhöhen. Mit Erfolg: Durch das koordinierte Vorgehen mehrerer Trupps konnte der Brand schließlich gelöscht werden. Hochleistungslüfter kamen zum Einsatz, um den giftigen Brandrauch aus der Halle zu drücken.
Zum Abschluss der Löscharbeiten verschaffte sich die Einsatzleitung noch einmal einen Überblick aus der Vogelperspektive: Eine Drohne lieferte detaillierte Luftaufnahmen der Einsatzstelle. Nachdem auch die letzten Glutnester mittels Wärmebildkamera aufgespürt und abgelöscht waren, konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Die Einsatzstelle wurde zur Ermittlung der Brandursache an die Polizei übergeben.