Wohnungsbrand Krefelder Straße Foto Sascha Hohnen
Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus sorgte am heutigen Mittag für einen Großeinsatz an der Krefelder Straße. Was als Feuer auf einem Balkon begann, breitete sich rasend schnell auf das Dach aus. Die Einsatzkräfte mussten massiv eingreifen, um das Gebäude zu retten.
Mönchengladbach – Schrecksekunde zur Mittagszeit: Anwohner und Passanten bemerkten Rauch und Flammen an einem Mehrfamilienhaus an der Krefelder Straße und wählten den Notruf. Die Meldung ließ Schlimmes erahnen – neben einem Wohnungsbrand wurde auch ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl gemeldet.
Schnelle Evakuierung der Bewohner
Als die ersten Einheiten der Feuerwehr eintrafen, bestätigte sich die dramatische Lage. Auf der Rückseite des Gebäudes stand ein Balkon im zweiten Obergeschoss in Vollbrand. Die Flammen hatten bereits die Dachkonstruktion erfasst und drohten, auf die benachbarte Wohnung überzugreifen.
Die Priorität lag zunächst auf der Sicherheit der Bewohner. Die Polizei evakuierte das acht Parteien umfassende Haus umgehend. Glücklicherweise war das Treppenhaus zu diesem Zeitpunkt noch rauchfrei, was die Räumung erleichterte. Die betroffenen Anwohner wurden in einem bereitgestellten Linienbus der NEW untergebracht und dort vom Rettungsdienst betreut und medizinisch gesichtet. Die erleichternde Bilanz: Niemand wurde verletzt.
Massiver Löschangriff von innen und außen
Da auf Klingeln und Klopfen weder in der Brandwohnung noch in der darüberliegenden Etage jemand öffnete, mussten sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zutritt verschaffen. Ein Atemschutztrupp drang mit einem C-Rohr in die Wohnung vor, um das Feuer von innen zu bekämpfen. Parallel dazu wurde von außen eine Drehleiter in Stellung gebracht, um den Dachstuhlbrand zu löschen.
Um alle Glutnester zu erreichen, musste die Feuerwehr Teile der Dachhaut über dem betroffenen Balkon öffnen. Eine Wärmebildkamera kam zum Einsatz, um versteckte Hitzequellen aufzuspüren, während Hochleistungslüfter den Treppenraum rauchfrei hielten.
Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache
Dank des koordinierten und schnellen Eingreifens konnte die Feuerwehr verhindern, dass sich der Brand auf das gesamte Gebäude ausdehnte. Der Schaden blieb weitestgehend auf den Entstehungsbereich begrenzt.
Die betroffene Wohnung wurde von der Kriminalpolizei beschlagnahmt; die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Alle anderen Bewohner konnten nach Abschluss der Belüftungsmaßnahmen und einer Sicherheitskontrolle wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Fotos Sascha Hohnen