Bei einem gemeinsamen Kontrolleinsatz von Polizei, Bundespolizei und dem städtischen Ordnungsdienst in der Rheydter Innenstadt ist am Mittwochnachmittag ein 30-jähriger Tatverdächtiger festgenommen worden. Der Mann, der erst vor kurzem aus der Haft entlassen worden war, versuchte sich einer Überprüfung an der Franz-Gielen-Straße durch Flucht zu entziehen und verletzte bei seiner anschließenden Festnahme mehrere Einsatzkräfte.
Die Beamten waren im Rahmen einer Schwerpunktaktion gegen die Kriminalität an bekannten Brennpunkten unterwegs, als ihnen das Verhalten des Mannes auffiel. Dieser rannte beim Erblicken der Uniformierten unvermittelt in ein nahegelegenes Mobilfunkgeschäft. Dort beobachteten die Verfolger, wie er hastig eine schwarze Plastiktüte zu verbergen versuchte. Als die Polizisten den Flüchtigen im Laden festsetzen wollten, schlug und trat dieser um sich. Trotz des erheblichen Widerstands gelang es den Kräften, den Mann zu überwältigen, wobei mehrere Beamte leichte Verletzungen davontrugen.
In der sichergestellten Tüte fanden die Ermittler schließlich 36 verkaufsfertige Portionen – sogenannte Bubbles gefüllt mit Heroin und Kokain. Aufgrund der Menge und der einschlägigen Vorstrafen des polizeibekannten Mannes werteten die Behörden den Vorfall als illegalen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wurde der 30-Jährige am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt, der umgehend die Untersuchungshaft anordnete. Der Beschuldigte wurde direkt in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.