Mönchengladbach – Ein Kellerbrand in den frühen Morgenstunden hat in einem Zweifamilienhaus an der Anton-Heinen-Straße einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Fünf Bewohner und ein Hund waren durch dichten Rauch im Gebäude eingeschlossen und mussten von den Einsatzkräften gerettet werden. Das Haus ist derzeit nicht mehr bewohnbar.
Gegen 4 Uhr heute Morgen ging der Notruf bei der Leitstelle ein. Die Anrufer meldeten eine starke Rauchentwicklung, die sich bereits vom Keller über den Treppenraum bis in die Wohnungen ausgebreitet hatte. Der Fluchtweg war für die Bewohner abgeschnitten, ein eigenständiges Verlassen des Hauses war zu diesem Zeitpunkt unmöglich.
Dramatische Szenen bei Eintreffen der Retter Als die ersten Einheiten an der Anton-Heinen-Straße eintrafen, bestätigte sich die kritische Lage: Der Keller stand in Flammen, der toxische Brandrauch hatte das Treppenhaus massiv vernebelt. In der Erdgeschosswohnung war eine Person mit ihrem Hund eingeschlossen. Im Obergeschoss warteten vier weitere Personen am einzig verbliebenen rauchfreien Zimmer zur Straßenseite an einem offenen Fenster auf Hilfe.
Einsatzkräfte verhindern Schlimmeres Die Feuerwehr handelte sofort und parallel:
- Erdgeschoss: Die Person in der unteren Wohnung wurde von einem Trupp ins Freie geführt und sofort dem Rettungsdienst übergeben. Sie erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde zur weiteren Behandlung in ein städtisches Krankenhaus gebracht. Der Hund konnte unverletzt einem Angehörigen übergeben werden.
- Obergeschoss: Die vier Bewohner der oberen Etage wurden über eine in Stellung gebrachte Drehleiter sicher aus der Gefahrenzone geholt. Nach einer Sichtung durch den Notarzt stellte sich heraus, dass sie glücklicherweise unverletzt geblieben waren.
Gebäude stromlos und versiegelt Während der Menschenrettung bekämpfte ein Atemschutztrupp das Feuer im Keller erfolgreich mit einem C-Rohr. Anschließend setzten die Einsatzkräfte Hochleistungslüfter ein, um den Rauch aus dem Gebäude zu drücken.
Die Folgen des Brandes sind gravierend: Aufgrund der Schäden an der Hausinstallation musste der Energieversorger NEW die Stromzufuhr kappen. Das Zweifamilienhaus ist bis auf Weiteres unbewohnbar. Die unverletzten Bewohner kamen kurzfristig bei Verwandten unter.
Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.