Nach schwerem Unfall beim VDZ: Zustand der 23-Jährigen weiter kritisch Foto Sascha hohnen
Mönchengladbach – Der Schock sitzt tief in Mönchengladbach. Auch am Tag nach dem schweren Unfall beim Veilchendienstagszug ist die Bestürzung in der Stadt greifbar. Die Hoffnung auf schnelle Entwarnung hat sich leider nicht erfüllt. Wie unsere Redaktion auf Nachfrage zum Gesundheitszustand der verunglückten Ordnerin erfuhr, ist die Lage weiterhin sehr ernst. Der Zustand der 23-Jährigen wird als nach wie vor kritisch beschrieben, sie wird derzeit weiterhin intensivmedizinisch betreut.
Die junge Frau war, wie berichtet, am späten Dienstagnachmittag während des Umzugs unter einen begleitenden Linienbus geraten und eingeklemmt worden.
Große Anteilnahme und Diskussionen
Die Ereignisse haben den Karnevalsausklang überschattet. Die Anteilnahme in der Bevölkerung ist riesig, doch mischt sich in die Sorge um das Unfallopfer auch Kritik am Krisenmanagement. Viele Besucher und Bürger stellen sich die Frage: Warum wurde der Zug nicht komplett abgebrochen? Dass die Verantwortlichen entschieden, den Tross lediglich über eine Ausweichroute umzuleiten und weiterlaufen zu lassen, stößt vielerorts auf Unverständnis.
Dass den Menschen nach dem Vorfall nicht mehr zum Feiern zumute war, zeigte sich schnell im Stadtbild. Nachdem sich die Nachricht verbreitet hatte, leerte sich die Zugstrecke merklich, die Besucherzahlen gingen an vielen Stellen sichtbar zurück.
Unterdessen lief die psychologische Betreuung der Beteiligten auf Hochtouren. Sowohl der Fahrer des Unfallbusses als auch Augenzeugen, die das Unglück mitansehen mussten, wurden noch gestern umfassend von Notfallseelsorgern betreut. Die Polizei ermittelt weiter zum genauen Unfallhergang.