Wo früher Sportler trainierten, rücken nun die Bagger an. Auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes an der Breite Straße haben die vorbereitenden Arbeiten für einen neuen Bildungsstandort begonnen. Es ist der Auftakt für ein Projekt, das den dringenden Bedarf an Schulplätzen in der Stadt decken soll. Bevor jedoch die ersten Schüler einziehen können, muss die Infrastruktur im Untergrund geschaffen werden. Aktuell konzentrieren sich die Trupps darauf, Schächte in den angrenzenden Straßen auszuheben, um das Grundstück an das Netz für Wasser, Strom und schnelles Internet anzuschließen. Parallel dazu finden auf dem Areal Bodenuntersuchungen statt, die sicherstellen, dass das Fundament für die kommende Bebauung stabil ist.
Die Zeitschiene für das Vorhaben ist ambitioniert. Bereits Mitte Februar sollen die massiven Erdarbeiten starten, um das Baufeld sowie die notwendigen Zufahrten für schweres Gerät vorzubereiten. Der entscheidende Moment folgt zu Beginn des zweiten Quartals, wenn die vorgefertigten Gebäudemodule angeliefert und montiert werden. Diese Bauweise ermöglicht es, in kurzer Zeit ein modernes Lernumfeld zu schaffen, das auf rund 1.800 Quadratmetern Nutzfläche Platz für zeitgemäße Pädagogik bietet. Wenn nach den Sommerferien der Schulbetrieb startet, werden zunächst vier Klassen das neue Gebäude beziehen. Ein Jahr später ist die Erweiterung um vier weitere Klassen vorgesehen, sodass insgesamt rund 240 Jugendliche sowie etwa 35 Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte vor Ort arbeiten werden.
Während das Modulgebäude als schnelle Lösung dient, ist es nur der erste Schritt einer langfristigen Standortentwicklung. Das städtische Gebäudemanagement arbeitet bereits im Hintergrund an den Plänen für ein massives, dauerhaftes Schulgebäude. Dieses soll das Interim zu einem späteren Zeitpunkt ablösen und den Standort an der Breite Straße endgültig als festen Bestandteil der städtischen Schullandschaft etablieren. Damit reagiert die Verwaltung auf die wachsenden Schülerzahlen und setzt auf eine Lösung, die sofortigen Raumgewinn mit nachhaltiger Stadtentwicklung verknüpft.