In Berlin kam es Anfang Januar 2026 im Südwesten zu einem weitreichenden Stromausfall, der zehntausende Haushalte und Unternehmen betraf. Ursache war ein Brandanschlag auf eine Stromkabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Laut Behörden soll die Stromversorgung heute, am 7. Januar 2026, ab 11 Uhr schrittweise wieder hergestellt werden. Neben lokalen Einsatzkräften unterstützen auch Kräfte aus Nordrhein-Westfalen, darunter ein Energiemodul der Feuerwehr Mönchengladbach.
Was ist passiert:
Am 3. Januar 2026 brach auf einer Kabelbrücke über dem Teltowkanal ein Feuer aus, wobei Hochspannungsleitungen des Stromnetzes schwer beschädigt wurden. Diese Kabel sind Teil der Versorgung im Südwesten Berlins, weshalb rund 45 000 Haushalte und etwa 2 200 Unternehmen zeitweise ohne Strom waren. Die Lage wirkte sich auch auf Internet, Heizung und Mobilfunk aus.
Politisch motivierter Anschlag:
Berliner Behörden gehen nach bisherigen Ermittlungen davon aus, dass es sich um einen Brandanschlag mit politischer Motivation handelt. Es gibt ein Bekennerschreiben, das von einer linksextremistischen Gruppierung stammt. Ermittlungen laufen, auch der Generalbundesanwalt ist involviert.
Wiederherstellung der Stromversorgung:
Nach Tagen intensiver Reparaturarbeiten erklärten Verantwortliche, dass das Berliner Stromnetz im betroffenen Gebiet ab heute um 11 Uhr schrittweise wieder hochgefahren werden soll. Dies bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt zunächst Teilbereiche wieder mit Strom versorgt werden, bevor eine vollständige Versorgung erwartet wird.
Behörden raten, vor dem Einschalten von Geräten wie Waschmaschinen oder Elektroherden sicherzustellen, dass das Netz stabil läuft, um Schäden durch Spannungsspitzen zu vermeiden. Auch private Notstromaggregate sollten vor der Netzrückkehr abgeschaltet werden.
Unterstützung durch NRW und Feuerwehr Mönchengladbach:
Zur Bewältigung der Großschadenslage hat das Land Nordrhein-Westfalen technische Hilfe nach Berlin entsandt. Teil dieser Unterstützung sind mehrere mobile Netzersatzanlagen (Energiemodule) mit Einsatzkräften aus verschiedenen Standorten. Ein Team der Feuerwehr Mönchengladbach machte sich mit einem Energiemodul (Gerätewagen Logistik und 250 kVA Netzersatzanlage) auf den Weg nach Berlin, um bei der Stromversorgung kritischer Infrastruktur zu helfen.
Der Stromausfall im Berliner Südwesten ist eine der gravierendsten Versorgungsunterbrechungen in der jüngeren Geschichte der Hauptstadt. Dank koordinierter Reparaturarbeiten und Unterstützung aus anderen Bundesländern wird die Stromversorgung heute wieder aufgenommen. Die Hilfe aus NRW, darunter das Energiemodul der Feuerwehr Mönchengladbach, trägt dazu bei, kritische Einrichtungen in der Übergangsphase zu stabilisieren