
Die Stadtverwaltung plant einen umfassenden Umbau der Hofstraße in Hermges, um die Verkehrssicherheit für Radfahrende zu erhöhen. Zwischen der Theodor-Heuss-Straße und der Rheydter Straße soll ein eigenständiger Radweg entstehen, während die wichtige „Blaue Route“ eine sicherere Querungsmöglichkeit erhält.
Neue Radinfrastruktur für 15.000 Fahrzeuge täglich
Der rund 200 Meter lange Abschnitt der Hofstraße dient als wichtiges Bindeglied im Stadtgebiet, ist jedoch mit täglich 15.000 Fahrzeugen und Tempo 50 bisher für Radfahrende im Mischverkehr kaum attraktiv. Künftig soll ein zwei Meter breiter Radweg im Seitenbereich, ergänzt durch einen Sicherheitsabstand von 75 Zentimetern zur Fahrbahn, für Entspannung im Berufsverkehr sorgen. Auch die Gehwege bleiben mit einer Breite von über zwei Metern für Fußgänger sowie Nutzer von Rollstühlen oder Kinderwagen komfortabel.
Anpassungen an der Rheydter Straße
Um den neuen Radweg und zusätzliche Elemente wie eine Ladezone und ein neues Pflanzbeet zu realisieren, ist eine Umgestaltung an der Einmündung zur Rheydter Straße vorgesehen. Die bisherige separate Rechtsabbiegerspur entfällt zugunsten des Radverkehrs. Um den Verkehrsfluss trotz dieser Maßnahme aufrechtzuerhalten, plant die Verwaltung eine Anpassung der Ampelphasen für Fußgänger.
Die „Blaue Route“ wird sicherer
Ein zentraler Punkt der Planungen ist die Anbindung der Fahrradstraße „Blaue Route“. Radfahrer sollen die Hofstraße künftig auf direktem Weg über eine sieben Meter breite neue Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte queren können. Diese Maßnahme verhindert gefährliche Situationen, die bisher durch den zweispurigen Autoverkehr entstanden sind, da der Kfz-Verkehr an dieser Stelle auf eine Spur verengt wird.
Was bedeutet das für Anwohner und Pendler?
Zusätzlich zum Straßenumbau werden die Bushaltestellen „Hermges“ an der Theodor-Heuss-Straße barrierefrei gestaltet und teilweise verlegt, um das Umsteigen zu erleichtern. Durch die baulichen Änderungen fallen 15 Parkplätze weg. Laut einer städtischen Parkraumerhebung soll die Stellplatzkapazität in den angrenzenden Straßenzügen jedoch ausreichen, um diesen Wegfall zu kompensieren. Die veranschlagten Gesamtkosten für das Projekt liegen bei etwa 1,2 Millionen Euro.