
Ein gemeinsamer Einsatz zahlreicher Sicherheits und Ordnungsbehörden hat am Freitagabend weite Teile der Mönchengladbacher Innenstadt erfasst. Im Fokus standen Gewerbebetriebe in der Nähe des Hauptbahnhofs sowie in Rheydt. Die Maßnahmen richteten sich gegen mutmaßliche Verstöße in verschiedenen Deliktsbereichen und sollten nach Angaben der Polizei zugleich zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit beitragen.
An der Aktion beteiligten sich neben der Polizei Mönchengladbach auch Einsatzkräfte weiterer Polizeibehörden, die Bundespolizei, das Hauptzollamt Krefeld sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung. Insgesamt waren nach Polizeiangaben mehrere hundert Einsatzkräfte eingebunden.
Kontrolliert wurden unter anderem Gaststätten, Shisha-Bars, Spielhallen, Massagestudios und weitere gewerblich genutzte Objekte. Während des Einsatzes überprüften die Behörden die Einhaltung verschiedener gesetzlicher Vorschriften. Neben möglichen Verstößen gegen das Glücksspiel und Steuerrecht standen auch Personenkontrollen sowie die Umsetzung richterlich angeordneter Durchsuchungen auf dem Programm. Gleichzeitig nahmen Einsatzkräfte den Bereich rund um den Mönchengladbacher Hauptbahnhof in den Blick, um die Einhaltung des dort geltenden Waffenverbots zu kontrollieren.
Bereits am Abend lagen erste Ergebnisse vor. Nach Angaben des Polizeipräsidenten Stephan Zenker der den Einsatz begleitet hat, haben die Einsatzkräfte in mehreren kontrollierten Objekten auf Hinweise auf unerlaubtes Glücksspiel. In diesem Zusammenhang wurden Glücksspielautomaten und Bargeld festgestellt. Darüber hinaus entdeckten die Beamten unversteuerten beziehungsweise unverzollten Tabak. Außerdem stellten sie mehrere Elektroroller sicher, die nach ersten Erkenntnissen technische Manipulationen aufgewiesen haben sollen. Ebenfalls beschlagnahmten die Einsatzkräfte eine Schreckschusswaffe.
Die Polizei bewertet den Einsatz als Teil ihrer regelmäßigen Strategie, gemeinsam mit anderen Behörden gegen rechtswidrige Aktivitäten vorzugehen. Neben der Verfolgung konkreter Verstöße soll dieses Vorgehen nach Angaben der Einsatzleitung auch dazu dienen, kriminelle Strukturen frühzeitig zu erkennen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in stark frequentierten Bereichen der Stadt zu stärken.
Die jetzt veröffentlichten Erkenntnisse stellen nach Angaben der Polizei einen vorläufigen Stand dar. Die Auswertung der sichergestellten Gegenstände sowie die weiteren Ermittlungen werden in den kommenden Tagen fortgesetzt. Erst danach wird sich zeigen, welche straf oder ordnungsrechtlichen Konsequenzen sich aus den Feststellungen ergeben.