Mönchengladbach. Mehr als 100 Verkehrskontrollen hat die Polizei Mönchengladbach zwischen dem 14. und 28. August bei mehreren Schwerpunkteinsätzen im Stadtgebiet durchgeführt. Im Fokus standen insbesondere E-Scooter, bei denen die Einsatzkräfte technische Veränderungen und dadurch deutlich höhere Geschwindigkeiten vermuteten. Dabei wurden mehrere Strafanzeigen gefertigt.
Besonders aufgefallen ist nach Polizeiangaben ein 14-Jähriger am 26. August auf der Stepgesstraße. Der Jugendliche war mit einem E-Scooter ohne Versicherungskennzeichen unterwegs und zeigte unter anderem Wheelies und Donuts. Als die Polizei ihn kontrollieren wollte, flüchtete er.
Während der Flucht soll der 14-Jährige verbotswidrig sein Mobiltelefon benutzt und Einsatzkräfte mit einem Laserpointer geblendet haben. Im Nahbereich erkannten die Beamten den Jugendlichen wieder und stellten ihn. Bei ihm fanden sie unter anderem den Laserpointer sowie eine abgebrochene Kennzeichenhalterung.
Den E-Scooter stellte die Polizei sicher. Nach ihren Angaben war die Fahrzeugidentifikationsnummer unkenntlich gemacht worden. Gegen den 14-Jährigen fertigten die Einsatzkräfte unter anderem eine Strafanzeige wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
E-Scooter mit bis zu 65 km/h
Am selben Tag stießen die Beamten bei zwei weiteren Kontrollen auf erheblich veränderte E-Scooter. Bei einem Fahrzeug wurden 45 km/h festgestellt. Zudem war dieser E-Scooter gestohlen.
Ein anderer Fahrer gab gegenüber den Einsatzkräften an, sein E-Scooter könne etwa 65 km/h erreichen. Nach Angaben der Polizei lagen in beiden Fällen die erforderlichen Voraussetzungen zum Führen der jeweiligen Fahrzeuge nicht vor. Entsprechende Strafanzeigen wurden gefertigt.
Bei den Schwerpunktaktionen waren sowohl uniformierte als auch zivile Einsatzkräfte beteiligt. Insgesamt registrierte die Polizei zahlreiche Verstöße. Dazu zählen 13 Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung. Weitere Verkehrsverstöße wurden ebenfalls geahndet. Außerdem leitete die Polizei Hinweise an das Straßenverkehrsamt weiter.
Nach Beobachtung der Polizei sind insbesondere Jugendliche mit technisch veränderten E-Scootern teilweise in größeren Gruppen unterwegs. Hohe Geschwindigkeiten, riskante Fahrmanöver und Fluchtversuche vor Kontrollen können dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährden.
Die Polizei Mönchengladbach kündigt an, die Entwicklung weiter zu beobachten und auch künftig gezielte Kontrollen durchzuführen.