Die Bundespolizei hat am Freitag im Raum Kleve zwei per Haftbefehl gesuchte Männer festgenommen. Die Beamten wurden sowohl bei einer Routinekontrolle am Bahnhof als auch im grenzüberschreitenden Reiseverkehr fündig.
Der erste Einsatz ereignete sich am Freitagmorgen direkt am Klever Bahnhof. Im Visier der Beamten stand ein 29-jähriger Mann. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Polizisten fest, dass gegen den Rumänen ein europäischer Haftbefehl vorlag. Die Behörden seines Heimatlandes suchten ihn wegen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung. Nach der Festnahme und den ersten polizeilichen Maßnahmen auf der Dienststelle wurde der Mann dem Haftrichter am Amtsgericht Kleve vorgeführt, der über den weiteren Verbleib und eine mögliche Auslieferung entscheidet.
Einige Stunden später, am Freitagnachmittag, klickten erneut die Handschellen – diesmal im Schienenersatzverkehr des Regionalexpress 19. Ein 61-jähriger Deutscher war aus den Niederlanden eingereist, als er von einer Streife kontrolliert wurde. Die Abfrage im Fahndungssystem ergab, dass die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach den Mann wegen Betruges suchte.
Der Verurteilte hatte die Wahl, eine Geldstrafe in Höhe von 590 Euro zu begleichen oder eine 29-tägige Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten. Da er den Betrag nicht aufbringen konnte, führte sein Weg nach Abschluss der Formalitäten im Bundespolizeirevier Kempen direkt in die Justizvollzugsanstalt Willich. Zusätzlich zur bestehenden Strafe erwartet den Mann ein neues Verfahren: Die Beamten fanden bei der Durchsuchung 6,8 Gramm Marihuana in seinem Besitz.