Im Polizeipräsidium Mönchengladbach sorgen interne Untersuchungen für personelle Konsequenzen. Gegen drei Führungskräfte einer Dienstgruppe wurden schwerwiegende Vorwürfe laut, die nun sowohl disziplinarrechtliche als auch strafrechtliche Ermittlungen nach sich ziehen.
Wie die Behörde mitteilte, wurde das mutmaßliche Fehlverhalten Mitte vergangener Woche intern bekannt. Das Spektrum der Anschuldigungen ist breit gefächert: Den Beamten wird grenzüberschreitendes Führungsverhalten, Mobbing sowie die Verwendung sexualisierter Sprache gegenüber Untergebenen vorgeworfen. Auch allgemeine Verstöße im dienstlichen Kontext stehen im Raum.
Sofortige Suspendierung und Umstrukturierung
Polizeipräsident Stephan Zenker reagierte unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe. Den drei Beschuldigten wurde mit sofortiger Wirkung untersagt, ihre Dienstgeschäfte weiterzuführen. Um die Einsatzfähigkeit der betroffenen Einheit zu gewährleisten, wurde die Dienstgruppe bereits neu strukturiert.
In einer internen Stellungnahme machte Zenker deutlich, dass das zur Last gelegte Verhalten in massivem Widerspruch zu den Grundwerten der Polizei Nordrhein-Westfalen stehe. Solche Verhaltensmuster würden innerhalb der Mönchengladbacher Behörde unter keinen Umständen toleriert.
Staatsanwaltschaft prüft strafrechtliche Relevanz
Neben den behördeninternen Disziplinarverfahren ist nun auch die Justiz eingeschaltet. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach prüft den Sachverhalt derzeit auf mögliche strafrechtliche Tatbestände. Zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen gilt für die betroffenen Führungskräfte die Unschuldsvermutung, während die genauen Hintergründe und der zeitliche Umfang der Vorfälle aufgearbeitet werden.