Mönchengladbach

 Polizei und Stadtverwaltung weiten Zusammenarbeit aus

Siko Vitus als Blaupause für gemeinsames Vorgehen an Standorten im gesamten Stadtgebiet / Polizeipräsident Mathis Wiesselmann und Oberbürgermeister Felix Heinrichs unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Um die öffentliche Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Einwohnerinnen und Einwohner in Mönchengladbach zu stärken, weiten Polizei und Stadtverwaltung Mönchengladbach die Zusammenarbeit zwischen den Behörden weiter aus. Insbesondere die guten Erfahrungen aus der Sicherheitskooperation (SiKo) Vitus, die 2019 gegründet wurde, um den vielfältigen Problemen am Platz der Republik und im Bahnhofsumfeld multiprofessionell und mit vereinten Kräften zu begegnen, sollen vor dem Hintergrund sich rasch ändernder Problemlagen und -standorte in eine gesamtstädtische Analyse und Zusammenarbeit einfließen.

Aber auch bereits bestehende Partnerschaften zwischen Polizei und Verwaltung, wie zum Beispiel die Mobile Wache, die Ordnungspartnerschaft im Gaststättenbereich und das Gemeinsame Portal zu Verkehrsthemen „Unfallfrei sei dabei“ werden mit der Kooperationsvereinbarung bekräftigt.

„Jede Behörde hat ihren gesetzlichen Auftrag. Aber wenn alle alleine für sich arbeiten, laufen wir den sich rasch ändernden Entwicklungen nur hinterher und erzielen keine nachhaltigen Erfolge“, betonte Polizeipräsident Mathis Wiesselmann, der die Kooperationsvereinbarung gemeinsam mit Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Ordnungsdezernent Matthias Engel, Ordnungsamtsleiter Martin Meinhardt, Georg Lehnen, dem scheidenden Leiter der Polizeiinspektion Mönchengladbach, und dem Leiter des Bezirksdienstes, Guido Gauls im Rathaus Abtei vorstellte. „Fünf Jahre Sicherheitskooperation Vitus haben gezeigt, dass eine strukturierte und eng verzahnte Zusammenarbeit auf Augenhöhe der richtige Weg ist, um Problemlagen zu bewältigen und Verbesserungen für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt herbeizuführen“, ergänzt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Deshalb wollen wir das im Bahnhofsumfeld erprobte Kooperationsmodell auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten und immer dort einsetzen, wo ein erhöhtes Kriminalitätsgeschehen erkennbar wird, und wo wir alleine mit polizeilichen oder ordnungsbehördlichen Mitteln nicht weiterkommen“, so Heinrichs weiter.

Repressive und präventive Einsätze von Ordnungsamt und Polizei sind vor allem zum schnellen und kurzfristigen Eingreifen geeignet. Um mittelfristig und langfristig Erfolge zu erzielen, müssen weitere Partner hinzukommen: „Dazu gehören Träger sozialer Arbeit, Soziale Hilfe, Streetwork, im Stadtteil schon etablierte Gesprächskreise, die Stadtentwicklung und nicht zuletzt die Einwohnerinnen und Einwohner und Gewerbetreibenden vor Ort.

Um den intensiven Austausch auf organisatorisch verlässliche Beine zu stellen, wollen Stadt und Polizei zukünftig in drei ständigen Gremien zusammenarbeiten:

Sicherheitsaspekte sollen unter Federführung der Direktion Gefahrenabwehr der Polizei und des Ordnungsamtes regelmäßig mit weiteren Behörden wie zum Beispiel der Bundespolizei in einer Arbeitsgruppe besprochen werden.

Die bisherige Arbeitsgruppe Soziales der Siko Vitus geht in der „Arbeitsgemeinschaft nach §4 SGB XII“ (AK4) auf. Der AK4 wird seit vielen Jahren vom Fachbereich Soziales und Wohnen geleitet und kümmert sich um Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Durch die Fusion werden Doppelstrukturen vermieden.

Schließlich wird die Arbeitsgruppe Städtebauliche Kriminalprävention / Stadtentwicklung und Sauberkeit unter Federführung des Fachbereichs Stadtentwicklung und Planung sowie der mags AöR eingerichtet.

Darüber hinaus können für Orte mit erhöhtem Kriminalitätsgeschehen, Angsträume und besondere Beschwerdestellen Arbeitsgruppen von Polizei und Ordnungsamt eingerichtet werden, um zügig Maßnahmen festzulegen. Dabei werden nach Bedarf weitere Behörden oder Ämter, Quartiersmanagements, City-Managements, Soziale Träger und das Ehrenamt in die Arbeit einbezogen.

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