79-jähriger fällt auf falschen Polizisten Trick rein

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Im Stadtteil Grenzlandstadion haben unbekannte Betrüger bei einem 79-jährigen Mann am Freitag, 21. Oktober, einen niedrigen fünfstelligen Bargeldbetrag erbeutet. Die Täter nutzten dabei die Masche „Schockanruf durch falsche Polizeibeamte“.

Nach ersten Ermittlungen klingelte gegen 12 Uhr das Telefon des 79-Jährigen. Der Anrufende gab sich dabei als sein Sohn aus, der bei der Polizei in Schwierigkeiten stecken würde, weil er einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und anschließend Fahrerflucht begangen habe. Nach dieser Schocknachricht seines vermeintlichen Sohnes, übernahm ein angeblicher Polizeibeamter das Gespräch. Dieser erklärte dem 79-Jährigen, dass sein Sohn ins Gefängnis kommen würde, sollte er nicht eine Kaution für ihn zahlen. Durch eine geschickte Gesprächsführung setzte der Anrufer den Senior weiter unter Druck und bewegte ihn dazu, Geld bei seiner Bank abzuheben, um die geforderte Kaution im niedrigen fünfstelligen Bereich zu leisten. Außerdem forderte der vermeintliche Polizist den 79-Jährigen dazu auf, über sein Handy weiter erreichbar zu sein und in Kontakt zu bleiben.

Der Senior fuhr daraufhin zu seiner Bank und hob die geforderte Summe ab. Anschließend erhielt er die Anweisung zum Amtsgericht Rheydt zu fahren, um das Geld zu übergeben. Dort angekommen meldete sich ein angeblicher Staatsanwalt auf seinem Handy und teilte ihm mit, dass er das Geld an einen Kurier an der Breite Straße in Rheydt übergeben solle. Das tat der 79-Jährige im Anschluss und fuhr dann nach Hause. Kurze Zeit später bemerkte er durch ein Telefonat mit seinem wirklichen Sohn, dass er betrogen wurde und meldete den Vorfall der Polizei.

Der Kurier an der Breite Straße wird wie folgt beschrieben: Der Mann ist zwischen 25 und 35 Jahre alt und etwa 1,60 bis 1,70 Meter groß. Er hat eine schlanke Statur, keinen Bart und kurze dunkelbraune Haare. Zum Zeitpunkt der Geldübergabe trug er eine Brille und eine schwarze Jacke. Er sprach hochdeutsch mit einer eher hohen Stimmlage.