Seit den frühen Morgenstunden am heutigen Donnerstag, dem 11. Juni, läuft ein groß angelegter Zugriff in Nordrhein-Westfalen. Unter der Federführung der Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach durchsuchen mehr als 300 Einsatzkräfte zeitgleich diverse Wohnungen und Gewerbeobjekte. Die konzertierten Razzien erstrecken sich über die Kölner Stadtgebiete sowie über Neuss, Dormagen, Aachen und Viersen. Dabei rücken neben der Kriminalpolizei auch Bereitschaftspolizisten und Spezialkommandos gegen die Verdächtigen vor.
Im Zentrum dieser koordinierten Aktion steht eine international und überregional operierende Tätergruppierung. Die Beschuldigten stehen im Fokus eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens wegen schwerer Betrugsdelikte. Ihre bekannte Vorgehensweise: Sie geben sich am Telefon gezielt als „Falsche Polizeibeamte“ oder auch als „Falsche Bankmitarbeiter“ aus. Mit dieser überzeugend gespielten Rollenverteilung erschleichen sie sich das Vertrauen ihrer Opfer, um an deren Vermögen zu gelangen.
Dass diese Form der organisierten Kriminalität immense Summen generiert, zeigt die erste Bilanz der Ermittler. Nach derzeitigem Stand beläuft sich der durch die Bande verursachte finanzielle Schaden auf mindestens 500.000 Euro. Die Behörden werten aktuell die ersten Ergebnisse des Zugriffs aus. Polizei und Staatsanwaltschaft haben bereits angekündigt, im Laufe des Tages weitere Details zu den Ermittlungen und möglichen Festnahmen bekannt zu geben.