Nach den Sommerferien startet für 108 Kinder der Unterricht an der siebten Gesamtschule in Mönchengladbach an der Breite Straße. Warum der Einzug in das endgültige Schulgebäude jedoch länger dauert als geplant und was das für die Schüler bedeutet.
Der Countdown läuft: Pünktlich zum neuen Schuljahr öffnet die neue Gesamtschule an der Breite Straße ihre Türen für den ersten Jahrgang. In einem L-förmigen Interimsgebäude werden ab Sommer zunächst vier fünfte Klassen unterrichtet. Aktuell laufen die letzten Handwerksarbeiten auf dem Gelände auf Hochtouren. Im Juli und August sollen die frisch gestrichenen Räume schließlich möbliert und eingerichtet werden.
Christiane Schüßler, Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport in Mönchengladbach, spricht von einer spürbaren Aufbruchsstimmung. Das Übergangsgebäude biete hervorragende pädagogische Gestaltungsmöglichkeiten für die neuen Lehrkräfte und Schüler. Auch die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz lobt die Fortschritte bei dem anspruchsvollen Projekt, das unter hohem Zeitdruck realisiert wird.
Während der Schulbetrieb im Interimsgebäude bald anläuft, blickt das städtische Gebäudemanagement bereits auf den dauerhaften Neubau nebenan. Dieser geplante Schulkomplex mit fünf Bauteilen, Innenhöfen und eigener Sporthalle wird modernste Lernlandschaften bieten. Doch bis zum endgültigen Einzug ist Geduld gefragt, denn tiefere Baugrunduntersuchungen haben gezeigt, dass die Bodenverhältnisse auf dem ehemaligen Sportplatz anspruchsvoller sind als gedacht.
Um die Lasten des großen Gebäudes sicher zu tragen, ist eine aufwendige Pfahlgründung bis in tiefere, tragfähige Erdschichten nötig. Zudem muss noch geklärt werden, wie das anfallende Grundwasser während der Bauarbeiten sicher abgeleitet werden kann. Durch diese deutlich komplexeren Tiefbauarbeiten verschiebt sich der Umzug in den fertigen ersten Bauabschnitt voraussichtlich auf das Jahr 2029.
Einschränkungen für die Kinder soll es dadurch jedoch nicht geben. Da die Schule mit jedem Jahrgang weiter wächst, prüft die Stadtverwaltung bereits, das Übergangsgebäude bis Sommer 2028 durch weitere Module zu vergrößern. Ab 2029 wird die Gesamtschule dann sogar sechszügig ausgebaut.
Um keine weitere Zeit zu verlieren, sollen die aufwendigen Tiefbauarbeiten nun vorab vergeben werden. Wenn die Politik der Entwurfsplanung im Oktober zustimmt, könnten die Bagger an der Breite Straße noch in diesem Jahr rollen. Weitere Details zu den Plänen stellt die Stadt unter stadt.mg/ge-breitestrasse zur Verfügung.