Die Bagger rollen bereits: Zwischen der Stepgesstraße und dem Geropark wird in rund einem Jahr Bauzeit eine moderne, grüne Verbindung geschaffen. Ziel der Maßnahme aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt Gladbach und Westend“ ist es, die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Viertel drastisch zu verbessern. Doch bevor die Anwohner das neue Stadtbild genießen können, bringt der erste von insgesamt acht Bauabschnitten seit Mittwoch (10. Juni) zunächst spürbare Verkehrseinschränkungen mit sich.
Noch bis voraussichtlich Ende Juli müssen Autofahrer zwischen dem Geropark und der Bleichstraße mit einer Vollsperrung rechnen. Der östliche Bereich der Baustelle bleibt über die Bleichstraße weiterhin erreichbar. Für die Straßenzüge westlich der Sperrung – konkret die Weiherstraße und die Gasthausstraße – hat die Stadt Umleitungen über die Aachener Straße und die Ludwigstraße eingerichtet. Die Ausfahrt erfolgt hier über die Heinrichsstraße, wofür auch die bekannten Sperrpoller auf der Gasthausstraße vorübergehend geöffnet wurden.
Wenn diese erste Hürde genommen ist, wird es für den Verkehr voraussichtlich wieder entspannter. Die restlichen sieben Bauabschnitte sollen nach aktuellen Plänen ohne weitere Vollsperrungen und lediglich mit Einbahnstraßenregelungen auskommen. Im weiteren Verlauf der Arbeiten wird die Lüpertzender Straße dann ihr neues Gesicht erhalten. Vor allem auf der nördlichen Straßenseite entsteht ein „grünes Band“ aus Sträuchern, Stauden und insgesamt 23 neuen Bäumen sowie 21 weiteren Kleinbäumen in Pflanzkübeln, während die Parkplätze durch sogenannte Rasenliner entsiegelt werden.
Ein echtes Highlight der Planung ist die Rückkehr des Wassers in den öffentlichen Raum. Der Gladbach, der aktuell noch unsichtbar in einem unterirdischen Kanal fließt, wird zwischen dem Geroplatz und der Straße An der Flieschermühle symbolisch wieder an die Oberfläche geholt und soll sich malerisch durch die neuen Grünflächen ziehen. Auch der Bereich direkt vor der Musikschule wird massiv aufgewertet und erhält einen eigenen Vorplatz mit Wasserspiel, Sitzmöglichkeiten, neu organisierten Bushaltestellen und einer praktischen Hol- und Bringzone.
Mit dem Abschluss der Bauarbeiten treten schließlich auch neue Verkehrsregeln in Kraft. Die Lüpertzender Straße, die Weiherstraße und die Gasthausstraße werden als Fahrradstraßen ausgewiesen, auf denen Radler künftig die Fahrbahn nutzen. Autofahrer dürfen diese Straßen dann nur noch als Anlieger in eine Richtung befahren, während Linienbusse in beide Richtungen zugelassen bleiben. Eine neue Tempo-30-Regelung soll zusätzlich dafür sorgen, dass der störende Durchgangs- und Parksuchverkehr effektiv aus dem Wohnbereich herausgehalten wird.
