
Nach einem brutalen Raubüberfall im Mönchengladbacher Stadtteil Odenkirchen sucht die Polizei dringend nach Zeugen. Am Sonntagvormittag (21. Juni 2026) wurde eine Seniorin auf einem Feldweg angegriffen und verletzt. Die Ermittler prüfen einen Zusammenhang mit einer ganzen Reihe ähnlicher Delikte in der Region und rufen die Bevölkerung zur Mithilfe auf.
Täter reißt Kette vom Hals und tritt auf Opfer ein
Gegen 11:15 Uhr war eine 67-jährige Frau gemeinsam mit ihrem Hund im Bereich der Schlenderhanstraße unterwegs. Nach Angaben der Behörden passierte sie ein Unbekannter auf einem Fahrrad. Der Mann stieg kurz darauf vom Rad ab, ging gezielt auf die Frau zu und riss ihr unvermittelt eine Halskette ab.
Als sich die Seniorin gegen den Angreifer wehrte, stürzte sie zu Boden. Der Täter zeigte daraufhin erhebliche Brutalität: Er trat nach der am Boden liegenden Frau und entwendete zusätzlich ihr Mobiltelefon. Das Opfer erlitt bei dem Überfall leichte Verletzungen. Der Räuber flüchtete anschließend mit der Tatbeute auf seinem Fahrrad in Richtung des angrenzenden Stadtteils Mülfort.
Fahndung mit Hubschrauber – Serientäter
Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizei Mönchengladbach, bei denen auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, verliefen bislang ohne Erfolg. Der Täter befindet sich weiterhin auf der Flucht.
Die Ermittler betonen, dass die Tat Parallelen zu weiteren, gleichgelagerten Raubüberfällen im Stadtgebiet aufweist. Bereits am 3. Juni hatte die Polizei im Zuge einer Öffentlichkeitsfahndung ein Phantombild eines Tatverdächtigen veröffentlicht, das nach wie vor hochaktuell ist.
Dringender Zeugenaufruf: Wer kennt diesen Mann?
Der flüchtige Täter wird wie folgt beschrieben:
- Alter: ca. 50 Jahre alt
- Größe: ca. 1,70 bis 1,80 Meter
- Statur: kräftig, runder Kopf
- Erscheinungsbild: südländischer Phänotyp
- Bekleidung: T-Shirt und kurze Hose
- Fortbewegungsmittel: Fahrrad
Hinweise nimmt die Polizei Mönchengladbach jederzeit unter der Telefonnummer 02161-290 entgegen.
Sicherheitshinweise der Polizei für Spaziergänger
Aufgrund der Häufung ähnlicher Vorfälle rät die Polizei zu erhöhter Wachsamkeit:
- Nutzen Sie für Spaziergänge oder zum Joggen auf Feldwegen und in Parks nach Möglichkeit die Begleitung anderer Personen.
- Führen Sie ein Mobiltelefon mit, um im Ernstfall sofort den Notruf (110) wählen zu können.
- Verzichten Sie beim Sport oder Spaziergängen auf das sichtbare Tragen von wertvollem Schmuck.
- Sogenannte Schrillalarme (Schlüsselanhänger, die einen lauten Ton erzeugen) können helfen, Täter abzuschrecken und Aufmerksamkeit zu erzeugen.
- Im Falle eines Angriffs: Bringen Sie sich nicht durch übermäßige Gegenwehr in Lebensgefahr. Versuchen Sie stattdessen, sich prägnante Merkmale des Täters für die spätere Anzeige zu merken.