MÖNCHENGLADBACH. Die Sicherheit auf den Straßen erhöhen und konsequent gegen Alkohol und Drogen am Steuer vorgehen das war das Ziel der europaweiten ROADPOL-Aktionswoche „Alcohol & Drugs“, an der sich auch das Polizeipräsidium Mönchengladbach intensiv beteiligt hat. Die Bilanz der Ordnungshüter nach zwei Sondereinsätzen am Donnerstag (16. Juni) und Samstag (20. Juni) zeigt deutlich, wie notwendig diese Kontrollen nach wie vor sind.
Gemeinsam mit den anderen Direktionen des Präsidiums sowie Mitarbeitern der städtischen Tochtergesellschaft „mags“ nahm die Direktion Verkehr die Verkehrsteilnehmer ins Visier. Insgesamt wurden über 300 Fahrzeuge gestoppt und überprüft. Das ernüchternde Ergebnis: Trotz bekannter Verbote und hoher Strafen setzen sich immer wieder Fahrer unter dem Einfluss von Rauschmitteln ans Steuer.
Vielfältige Verstöße: Vom Handy-Verstoß bis zur Schwarzarbeit Die Einsatzkräfte deckten im Rahmen der Großkontrolle eine Vielzahl an Delikten auf. Neben Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss registrierte die Polizei zahlreiche weitere Verkehrsverstöße, darunter das Nutzen von Smartphones am Steuer, Fahren ohne Führerschein, Rotlicht- und Gurtverstöße sowie überzogene Termine für die Hauptuntersuchung (TÜV).
Doch die Kontrollen gingen über den reinen Straßenverkehr hinaus: Auch Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht, das Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie konkrete Verdachtsfälle von Schwarzarbeit und unerlaubtem Aufenthalt wurden dokumentiert.
Illegaler Schrottsammler stand unter Drogen: 3.500 Euro Bußgeld Ein Fall stach für die Beamten besonders heraus: Die Einsatzkräfte stoppten einen Transporter wegen des Verdachts der illegalen Schrottsammlung. Bei der genaueren Überprüfung stellte sich heraus, dass dies nur die Spitze des Eisbergs war. Der Fahrer stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und besaß überhaupt keine gültige Fahrerlaubnis.
Die Konsequenzen für den Mann sind drastisch: Neben Strafanzeigen wegen der Drogenfahrt und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erwartet ihn ein Verfahren der Unteren Abfallbehörde. Der Verdacht des illegalen Schrottsammelns bestätigte sich, was ein Bußgeld von über 3.500 Euro nach sich zieht. Das Fahrzeug wurde noch vor Ort sichergestellt.
Polizei warnt vor WM-Feiern und Sommerzeit Gerade mit Blick auf die aktuelle Sommerzeit und die laufenden Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft, bei denen traditionell mehr gefeiert wird, mahnt die Polizei Mönchengladbach zu absoluter Vorsicht. Bereits geringe Mengen Alkohol oder der Konsum von Drogen schränken die Fahrtüchtigkeit massiv ein und gefährden Menschenleben.
Die Behörden erinnern in diesem Zuge daran, dass strenge gesetzliche Promillegrenzen gelten und zwar nicht nur für Autofahrer, sondern ebenso für Radfahrende und Nutzer von E-Scootern. Wer betrunken oder berauscht erwischt wird, dem drohen empfindliche Bußgelder, Fahrverbote oder strafrechtliche Konsequenzen. Der eindringliche Appell der Polizei lautet daher: Im Zweifel das Fahrzeug stehen lassen und auf Taxen oder den ÖPNV ausweichen.