
Mönchengladbach. Eine geplante Verkehrskontrolle in der Innenstadt entwickelte sich am Mittwochnachmittag zu einer Verfolgungsfahrt quer durch das Stadtgebiet. Nach Angaben der Polizei entzog sich der Fahrer eines Kleinkraftrades der Kontrolle und setzte seine Flucht trotz zahlreicher Verkehrsverstöße fort. Erst auf dem Gelände einer Schule konnte der Mann gestoppt und festgenommen werden.
Gegen 16.30 Uhr wurde ein Polizeibeamter auf den Fahrer aufmerksam. Als dieser den Beamten bemerkte, beschleunigte er nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei und fuhr davon.
Während der anschließenden Flucht soll der Mann wiederholt rote Ampeln missachtet, Gehwege befahren und mehrere Straßen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung genutzt haben. Nach Angaben der Polizei gerieten dadurch mehrere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.
Ein Kradfahrer der Polizei nahm die Verfolgung auf. Die Fahrt endete schließlich auf einem Schulgelände in der Mönchengladbacher Innenstadt. Dort versuchte der Tatverdächtige zunächst zu Fuß zu entkommen, bevor ihn der Polizeibeamte überwältigte und festnahm.
Nach Angaben der Polizei setzte sich der Mann während der Festnahme körperlich zur Wehr und griff den Beamten an. Der eingesetzte Polizist blieb dabei dienstfähig.
Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte Betäubungsmittel. Ein Drogenvortest verlief positiv. Im weiteren Verlauf wurde dem Tatverdächtigen eine Blutprobe entnommen.
Die Polizei Mönchengladbach ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, der Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Darüber hinaus prüfen die Ermittler, ob das genutzte Kleinkraftrad möglicherweise aus einer Straftat stammt.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei bittet insbesondere Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden oder Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 02161 290 zu melden.