Am Samstag, den 25. Juli, kam es in Mönchengladbach zu einem Polizeieinsatz, der für einen 29-Jährigen in der Untersuchungshaft mündete. Dem Mann wird schwerer Raub vorgeworfen. Nach einer Tat zum Nachteil einer jungen Frau und einem weiteren Übergriff auf einen Jungen schritten Passanten ein und beendeten die Flucht des Verdächtigen.
Das erste Geschehen nahm im Umfeld eines Geldautomaten seinen Lauf. Dort sprach der Beschuldigte eine 20-jährige Frau an und fragte sie, ob er ihr Smartphone für ein kurzes Telefonat nutzen könne. Die Angesprochene zeigte sich hilfsbereit und ließ sich von dem Mann eine Rufnummer diktieren. Diese Ablenkung nutzte der Täter jedoch aus: Er riss der Frau unvermittelt die Geldbörse aus der Hand und floh unmittelbar danach auf einem Fahrrad.
Die Flucht dauerte allerdings nicht lange an. Um offenbar schneller voranzukommen, versuchte der Täter kurz darauf, sein Fortbewegungsmittel zu wechseln. Er ging einen zwölfjährigen Jungen an mit dem Ziel, dessen E-Scooter zu entwenden. Mehrere umstehende Personen bemerkten den Vorfall, zeigten Zivilcourage und griffen beherzt ein. Sie hielten den Verdächtigen vor Ort fest, bis die alarmierten Streifenwagen der Polizei eintrafen.
Die Beamten nahmen den 29-Jährigen, der den Ermittlungsbehörden aufgrund früherer Delikte bereits bekannt ist, vorläufig fest. Nach einer Unterbringung im Polizeigewahrsam beantragte die Staatsanwaltschaft eine richterliche Vorführung. Der zuständige Richter am Amtsgericht Mönchengladbach folgte der Einschätzung der Anklagebehörde und ordnete gegen den Mann den sofortigen Vollzug der Untersuchungshaft an.