Bei einer Auseinandersetzung an einem Informationsstand der Partei Alternative für Deutschland (AfD) in der Mönchengladbacher Innenstadt ist am Samstag, 25. Juli, ein Mann leicht verletzt worden. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 13 Uhr am Infostand auf dem Sonnenhausplatz. Mehrere bislang unbekannte Männer sollen sich dem Stand genähert haben. Im Verlauf der Begegnung entwickelte sich nach dem derzeitigen Ermittlungsstand eine körperliche Auseinandersetzung.
Die Polizei berichtet, dass dabei zunächst ein Geruchsspray versprüht worden sei. Anschließend habe sich das Geschehen in den Hans-Jonas-Park verlagert. Dort soll ein Tatverdächtiger Reizgas eingesetzt haben. Ein 45 Jahre alter Mann erlitt dabei leichte Verletzungen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen flüchteten die mutmaßlichen Täter anschließend zu Fuß in Richtung Stepgesstraße.
Die Ermittler gehen derzeit von einer Gruppe aus, die aus fünf jungen Männern bestand. Nach der Personenbeschreibung seien sie etwa 18 bis 20 Jahre alt, rund 1,90 Meter groß und schlank gewesen. Einer der Tatverdächtigen habe eine Brille getragen und soll das Reizgas versprüht haben.
Die AfD Mönchengladbach schildert den Vorfall aus ihrer Sicht als gezielten Angriff auf ihren Informationsstand. Nach Angaben des Kreisverbandes seien mehrere Personen auf den Stand zugekommen, hätten Werbematerial entfernt, Vogelfutter verteilt und anschließend eine übel riechende Substanz sowie Pfefferspray eingesetzt. Die Partei berichtet zudem, dass ein Mitglied zu Boden gebracht und ein weiteres verletzt worden sei. Trotz des Vorfalls habe der Infostand nach eigenen Angaben fortgesetzt werden können. Die AfD bedankt sich in ihrer Stellungnahme bei den eingesetzten Polizeikräften sowie bei Bürgerinnen und Bürgern, die den Vorfall beobachtet haben.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu den bislang unbekannten Tatverdächtigen geben können, sich unter der Rufnummer 02161 290 bei der Polizei Mönchengladbach zu melden.