Das Zollfahndungsamt Essen hat bei zeitgleichen Razzien in Mönchengladbach und Düsseldorf einen groß angelegten, illegalen Handel mit E-Zigaretten aus China zerschlagen. Die Ermittler stellten dabei erhebliche Vermögenswerte sicher, doch der mutmaßliche Steuerschaden ist um ein Vielfaches höher.
Am 20. Mai 2026 kam es in Mönchengladbach und der Nachbarstadt Düsseldorf zu einem umfassenden Einsatz der Zollfahndung Essen. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Duisburg durchsuchten die Beamten insgesamt sechs Gebäude und Wohnungen in beiden Städten. Im Fokus der Razzia standen drei Beschuldigte, die ein florierendes und völlig illegales Geschäftsmodell aufgebaut haben sollen.
Den drei Personen wird vorgeworfen, im großen Stil unversteuerte und für den hiesigen Markt nicht zugelassene E-Zigaretten aus China importiert und weiterverkauft zu haben. Die Dimensionen dieses mutmaßlichen Schmuggels sind enorm. Nach bisherigen Berechnungen der Ermittler beläuft sich der entstandene Steuerschaden auf über acht Millionen Euro.
Um die unrechtmäßigen Gewinne sofort abzuschöpfen, hatte das Amtsgericht Duisburg bereits im Vorfeld einen Vermögensarrest in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro erlassen. Bei den Durchsuchungen konnten die Fahnder handfeste Sachwerte im Wert von etwa 450.000 Euro sowie diverse Bankkonten sichern. Wie viel Geld sich noch auf diesen Konten befindet, wird derzeit intensiv geprüft.
Neben kistenweise illegalen Vapes und Ersatzprodukten machten die Einsatzkräfte in den Objekten noch einen unerwarteten Fund. Sie entdeckten bei den Verdächtigen auch Lachgas. Dies zieht nun für das Trio weitere Konsequenzen nach sich: Es wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz ermittelt.
