Betroffene von Gewalttaten in Mönchengladbach können Spuren vertraulich und rechtssicher sichern lassen, ohne direkt Anzeige erstatten zu müssen. Eine neue Plakatkampagne der Stadt macht nun verstärkt auf das Angebot der anonymen Spurensicherung aufmerksam.
Nach einer Gewalttat stehen Betroffene oft vor einer enormen Belastung. Das Angebot der anonymen Spurensicherung soll den Opfern Zeit verschaffen, um in Ruhe über den Schritt einer Anzeige zu entscheiden. Die vertraulich gesicherten Beweise und Verletzungsdokumentationen schützen die Identität der Betroffenen und können bei einer späteren Entscheidung für ein Strafverfahren als wichtige Grundlage dienen.
Digitales System iGOBSIS sichert Spuren rechtssicher
Bei der Dokumentation kommt das digitale System iGOBSIS zum Einsatz. Es führt behandelnde Ärztinnen und Ärzte Schritt für Schritt durch die Untersuchung, um Verletzungen einheitlich und gerichtsverwertbar zu erfassen. Für komplexe Fälle steht den medizinischen Teams rund um die Uhr eine rechtsmedizinische Fachberatung zur Seite.
Plakate in der Stadt informieren Partner-Kliniken vor Ort
Um die Bekanntheit der Anlaufstellen zu steigern, hat ein von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt initiierter Arbeitskreis neue Plakate ins Leben gerufen. Das Design stammt von Sofía Betancur Silva, einer Design-Masterstudentin der Hochschule Niederrhein. Praktische Abrisszettel liefern direkt die Kontaktdaten der beiden durchführenden Krankenhäuser in Mönchengladbach:
- Städtische Kliniken Mönchengladbach GmbH (Elisabeth-Krankenhaus Rheydt)
- Johanniter-Krankenhaus Bethesda Mönchengladbach GmbH
Die Plakate werden in den kommenden Wochen unter anderem in der Altstadt, in Kinos und Bibliotheken aufgehängt. Interessierte Schulen, Praxen, Vereine, Gastronomiebetriebe oder Unternehmen können Exemplare kostenlos bei der Gleichstellungsstelle der Stadt anfordern (gleichstellungsstelle@moenchengladbach.de).
Sascha Hohnen- MG-Moenchengladbach.de
Quelle: Stadt Mönchengladbach