
Eine halsbrecherische Fahrt über die A52 ist am Sonntagabend (23. August) für einen 38-Jährigen in einem Waldstück bei Mönchengladbach-Nord zu Ende gegangen. Nach mehreren verbotenen Überholmanövern krachte der Mann aus Wassenberg mit seiner Maschine in der Autobahnausfahrt in den Asphalt. Statt auf Hilfe zu warten, versuchte er schwer verletzt zu Fuß unterzutauchen. Wie sich rasch herausstellte, passte zu diesem Ausflug so einiges nicht zusammen: Das Kennzeichen war geklaut, der Fahrer hatte keinen Führerschein und befand sich obendrein im Hafturlaub.
Um 18:35 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. Mehrere Zeugen hatten beobachtet, wie der Motorradfahrer in Richtung Essen unterwegs war, dabei rasant fuhr und sogar den Seitenstreifen zum illegalen Überholen nutzte. In der Ausfahrt Mönchengladbach-Nord verlor er dann endgültig die Kontrolle über das Zweirad und stürzte heftig.
Polizei schnürt schwer verletztem Biker das Bein ab
Sofort nach dem Aufprall rappelte sich der Verletzte auf und rannte davon, um sich im angrenzenden Grün zu verstecken. Alarmierte Einsatzkräfte sperrten das Waldstück jedoch in kürzester Zeit ab und spürten den Flüchtigen auf.
Da der 38-Jährige bei dem Crash eine schwere Verletzung am Bein davongetragen hatte und massiv blutete, legten die Beamten sofort Hand an: Sie schnürten ihm das Bein oberhalb der Wunde ab, um den lebensgefährlichen Blutfluss zu stoppen, bis der Rettungsdienst eintraf. Anschließend ging es für ihn in ärztliche Obhut.
Mängelliste bei der Kontrolle
Bei der anschließenden Bestandsaufnahme im System staunten die Ermittler nicht schlecht: Das am Motorrad angebrachte Kennzeichen war als gestohlen ausgeschrieben. Außerdem stellte sich heraus, dass der Mann überhaupt keine gültige Fahrerlaubnis besitzt und eigentlich in Haft sitzt er befand sich lediglich im Hafturlaub. Wem die Maschine gehört und wie der Biker an das Gefährt kam, ist nun Teil der weiteren Ermittlungen.
