Mönchengladbach. Der Herbststurm hat am Freitag (23. Oktober) in Mönchengladbach deutliche Spuren hinterlassen. Kräftige Windböen rissen Bäume aus dem Boden, ließen Äste abbrechen und hielten die Feuerwehr auf Trab. Auch der Bahnverkehr blieb nicht verschont. An einer Bahnstrecke geriet Gestrüpp in Brand, nachdem ein Ast die Oberleitung getroffen hatte. In Rheydt stürzte ein großer Baum in Richtung eines Wohnhauses.
Feuerwehr wegen zahlreicher Sturmschäden unterwegs
Für die Feuerwehr Mönchengladbach gab es am Freitag einiges zu tun. Im gesamten Stadtgebiet mussten Einsatzkräfte ausrücken, weil Bäume umgestürzt oder größere Äste abgebrochen waren.
Besonders heftig traf es ein Wohngebiet im Stadtteil Rheydt. Dort hielt ein großer Baum den starken Windböen nicht stand. Er wurde mitsamt seinen Wurzeln aus dem Boden gerissen und stürzte in Richtung einer Hauswand. Der mächtige Stamm lag quer über dem Vorgarten, während sich die Baumkrone bis an die Hausfassade erstreckte.
Die Feuerwehr rückte mit einer Drehleiter an, um die Gefahrenstelle zu sichern. Ob das Gebäude beschädigt wurde, ist noch unklar.

Ast trifft Oberleitung: Gestrüpp fängt Feuer
Auch an einer Bahnstrecke sorgte der Sturm für einen Feuerwehreinsatz. Ein abgebrochener Ast traf die Oberleitung. Dabei entzündeten sich Teile des umliegenden Gestrüpps.
Die Feuerwehr musste den Brand löschen und die betroffene Stelle kontrollieren. Währenddessen wurde der Zugverkehr in diesem Bereich vollständig eingestellt.
Daneben kam es zu weiteren Problemen im Bahnverkehr. Zwischen Rheydt Hauptbahnhof und Geilenkirchen wurde die Strecke am Freitag ab 16.42 Uhr wegen eines Baumes in Streckennähe gesperrt. Auch zwischen Mönchengladbach Hauptbahnhof und Rheindahlen fuhren zeitweise keine Züge. Dort war ein defektes Stellwerk der Grund.

Abgebrochene Äste an der Peter-Krall-Straße
Auch im Waldgebiet an der Peter-Krall-Straße hinterließ der Sturm seine Spuren. Zahlreiche Äste und Zweige waren von den Bäumen abgebrochen und auf einen Weg gefallen.
Der betroffene Bereich wurde mit Absperrband gesichert. Auf dem Boden lagen größere Mengen Laub und abgebrochene Zweige. Gerade in solchen Bereichen besteht die Gefahr, dass weitere beschädigte Äste herunterfallen.

Sturmböen mit mehr als 80 Kilometern pro Stunde
Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits vor kräftigen Sturmböen gewarnt. Teilweise wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Kilometern pro Stunde erwartet.
Nach Angaben des WDR erreichten die Sturmböen in Mönchengladbach Geschwindigkeiten von mehr als 80 Kilometern pro Stunde.
Die Auswirkungen waren im gesamten Stadtgebiet zu spüren. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und Behinderungen im Straßen und Bahnverkehr beschäftigten die Einsatzkräfte über Stunden.
Vorsicht vor weiteren herabfallenden Ästen
Auch nach dem Sturm können beschädigte Bäume gefährlich werden. Besonders in Waldgebieten, Parks und entlang baumbestandener Straßen ist Vorsicht geboten. Äste, die durch den Wind angebrochen sind, können auch später noch herunterfallen.