Mönchengladbach-Rheydt. Nach dem folgenschweren Schusswaffengebrauch auf dem Gelände einer Tankstelle an der Dahlener Straße gibt es neue Erkenntnisse: Die 18-jährige Tatverdächtige ist nicht mehr in Lebensgefahr. Die Polizei dementiert zudem Gerüchte über einen geplanten Raubüberfall.
Die Behörden haben am heutigen Freitag (19. Juni 2026) den Gesundheitszustand der jungen Frau aktualisiert. Nach der Notoperation am Donnerstagabend ist ihr Zustand stabil; eine akute Lebensgefahr besteht nicht mehr. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes werden zu der 18-Jährigen derzeit keine weiteren Details veröffentlicht.
Polizei dementiert Raubüberfall-Gerüchte
Im Zuge der laufenden Ermittlungen stellte die Polizei ausdrücklich klar, dass es für die in sozialen Netzwerken kursierenden Spekulationen die Tankstelle sei Ziel eines Überfalls gewesen keinerlei Anhaltspunkte gibt. Eine solche Tat war nach aktuellem Ermittlungsstand weder geplant noch gab es Anzeichen dafür.
Zusammenfassung des Hergangs
Am Donnerstagabend (18. Juni 2026) gegen 23:00 Uhr waren Einsatzkräfte der Polizei Mönchengladbach zu der Tankstelle an der Ecke Dahlener Straße / Urftstraße gerufen worden, nachdem Hinweise auf eine verdächtige Person eingegangen waren. Vor Ort traf das Streifenteam auf die 18-Jährige, die mit einem Messer bewaffnet war.
Nach Zeugenaussagen leistete die Frau den mehrfachen Aufforderungen, die Waffe niederzulegen, keine Folge. Als sie sich mit dem Messer auf die Beamten zubewegte, kam es zum Schusswaffengebrauch. Die Frau wurde von den Schüssen getroffen und musste vor Ort notärztlich versorgt werden.
Neutralität durch Polizei Aachen gewahrt
Wie bei Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte üblich, hat zur Wahrung der Neutralität das Polizeipräsidium Aachen die Ermittlungen übernommen. Kriminalbeamte sicherten noch in der Nacht die Spuren am Einsatzort. Die Dahlener Straße war während der Maßnahmen zwischen der Straße Morr und der Urftstraße zeitweise vollständig gesperrt.
Wir halten diesen Artikel bei weiteren gesicherten Informationen seitens der Ermittlungsbehörden fortlaufend aktuell.