Ein dramatischer Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus in Mönchengladbach hat am späten Sonntagabend ein schnelles Eingreifen der Rettungskräfte erfordert. Wie Polizei und Feuerwehr eine eingeschlossene Bewohnerin in letzter Sekunde aus der Gefahrenzone befreiten, erfahren Sie hier.
Flammen schlagen aus dem Fenster: Polizei leistet erste Hilfe
Gegen Ende des Wochenendes gingen bei der Leitstelle gleich mehrere Notrufe ein. Anrufer meldeten ein Feuer im ersten Obergeschoss eines Mönchengladbacher Mehrfamilienhauses. Die Lage war ernst: Bereits auf dem Weg zum Einsatzort war klar, dass Flammen aus den Fenstern schlugen und sich noch eine Person in Lebensgefahr befand.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, bestätigte sich das dramatische Bild. Ein ausgedehnter Küchenbrand hatte die Wohnung bereits stark verraucht. Die verzweifelte Bewohnerin machte am Fenster auf sich aufmerksam. Polizisten, die zeitgleich mit der Feuerwehr am Ort des Geschehens eintrafen, reagierten geistesgegenwärtig. Sie warfen der Frau eine sogenannte Fluchthaube durch das Fenster zu. Diese schützte sie vor dem dichten, giftigen Qualm, der sich bereits in ihrem Rücken sammelte, und sicherte ihre Atmung bis zur eigentlichen Rettung.
Spektakuläre Rettung per Drehleiter
Die Feuerwehr zögerte keine Sekunde und brachte umgehend eine Drehleiter in Stellung. Über den Korb gelang es den Rettern, die Frau direkt aus dem Fenster der brennenden Wohnung in Sicherheit zu bringen. Unten warteten bereits der Rettungsdienst und ein Notarzt, die sofort die medizinische Erstversorgung übernahmen.
Im Anschluss wurde die Gerettete zur weiteren Behandlung und Beobachtung in ein städtisches Krankenhaus gebracht. Wie schwer ihre Verletzungen sind, ist derzeit nicht im Detail bekannt.
Feuer schnell gelöscht – Nachbarn können aufatmen
Während die Menschenrettung lief, drangen weitere Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz in das Gebäude ein. Sie nahmen die direkte Brandbekämpfung in der betroffenen Küche auf und konnten das Feuer zügig unter Kontrolle bringen. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Stockwerke wurde so erfolgreich verhindert.
Parallel kontrollierte ein weiterer Trupp das Treppenhaus und die direkt angrenzenden Wohnungen auf eine mögliche Ausbreitung von Feuer oder Rauch. Hier gab es schnell Entwarnung: Die Nachbarwohnungen blieben völlig unbeschadet und rauchfrei. Alle übrigen Hausbewohner konnten nach Abschluss des Einsatzes in ihre eigenen vier Wände zurückkehren.
Die betroffene Wohnung im ersten Obergeschoss ist jedoch bis auf Weiteres unbewohnbar. Die Feuerwehr hat die Tür entsprechend gesichert und die Einsatzstelle an die Kriminalpolizei übergeben, die nun die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufnimmt.