Eine Woche lang hat die Polizei in Mönchengladbach im Rahmen einer groß angelegten Verkehrssicherheitsaktion gezielt Fahrräder und Motorräder kontrolliert. Die Ergebnisse der Einsätze auf den Gladbacher Straßen zeigen deutlich, warum solche Überprüfungen weiterhin notwendig sind.
Von Montag bis Sonntag der vergangenen Woche beteiligte sich das Polizeipräsidium Mönchengladbach an der europaweiten „Roadpol“-Aktionswoche. Unter dem Motto „Operation 2-Wheeler“ überprüften die Beamten insgesamt 215 Fahrzeuge. Rund 90 Prozent davon waren Zweiräder. Ziel der Aktion war es, Unfälle zu vermeiden, die Fahrtüchtigkeit zu kontrollieren und für mehr gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr zu sorgen.
Für die Einsätze waren nicht nur uniformierte Streifen und Kräfte der Bereitschaftspolizei auf den Straßen unterwegs. Auch zivile Beamte sowie spezielle Motorrad- und Fahrradstreifen hielten nach Verkehrssündern Ausschau. Die Polizisten postierten sich sowohl an festen Kontrollstellen als auch direkt im fließenden Verkehr. Bei der Auswahl der genauen Kontrollorte nutzte die Polizei dabei auch direkte Hinweise aus der Bürgerschaft.
Die Bilanz der Themenwoche zeigt vielfältige Verstöße. Insgesamt verhängten die Einsatzkräfte 66 Verwarngelder bis 55 Euro und leiteten zehn Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. In 58 Fällen wiesen die kontrollierten Zweiräder Mängel auf, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigten. Zudem erwischten die Beamten acht Personen, die während der Fahrt verbotenerweise ihr Mobiltelefon nutzten – was jeweils mit 55 Euro geahndet wurde.
Für drei Fahrer endete die Verkehrskontrolle sogar mit einer Strafanzeige. Sie waren im Stadtgebiet unterwegs, ohne die zwingend vorgeschriebene Haftpflichtversicherung zu besitzen oder diese war bereits abgelaufen. Angesichts der festgestellten Verstöße kündigte die Mönchengladbacher Polizei an, auch künftig regelmäßig solche Schwerpunkteinsätze durchzuführen, um die Straßen für alle sicherer zu machen.