Zwischen dem 2. und 5. April 2026 hat die Bundespolizei im Umfeld des Mönchengladbacher Hauptbahnhofs mehrere gesuchte Personen kontrolliert und dabei insgesamt fünf Haftbefehle gegen vier Männer vollstreckt. Die Maßnahmen zeigen, wie regelmäßig der Bahnhof als Kontrollpunkt genutzt wird.
Den ersten Zugriff gab es am Donnerstagmorgen. Ein Mann, der wegen Diebstahls und Unterschlagung von der Staatsanwaltschaft Krefeld gesucht wurde, konnte seine verhängte Freiheitsstrafe von fünf Monaten nicht mehr abwenden. Da die Voraussetzungen für eine Zahlung nicht erfüllt waren, wurde er unmittelbar in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Am späten Samstagabend geriet ein weiterer Mann ins Visier der Beamten. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Magdeburg wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz vor. Die offene Geldstrafe belief sich auf insgesamt 375 Euro. Da der Betrag vor Ort beglichen wurde, konnte die vorgesehene Ersatzfreiheitsstrafe von zwölf Tagen verhindert werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen.
Am frühen Ostersonntagmorgen folgte ein Fall mit größerem Ermittlungsumfang. Ein Mann wurde gleich aufgrund zweier Haftbefehle gesucht. Neben einem Untersuchungshaftbefehl wegen gewerbsmäßigen Diebstahls bestand zusätzlich ein Vollstreckungshaftbefehl wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. In diesem Zusammenhang waren 300 Euro offen, andernfalls drohten 15 Tage Ersatzfreiheitsstrafe. Der Mann wurde festgenommen und den zuständigen Ermittlungsbehörden zur Vorführung vor einen Haftrichter überstellt.
Am Sonntagnachmittag endete die Serie von Maßnahmen mit einem weiteren Zugriff. Ein junger Mann, der wegen vorsätzlicher Körperverletzung gesucht wurde, konnte eine Inhaftierung abwenden. Die drohende Ersatzfreiheitsstrafe von 24 Tagen wurde durch die Zahlung von knapp 565 Euro, die durch seinen Vater direkt auf der Wache geleistet wurde, verhindert.
Die Fälle verdeutlichen ein wiederkehrendes Muster: Während einige Betroffene offene Geldstrafen kurzfristig begleichen können, führt die fehlende Zahlung in anderen Fällen unmittelbar zur Haft. Der Hauptbahnhof bleibt dabei ein zentraler Kontrollort für die Bundespolizei.

