Wochenlang herrschte Unruhe in Mönchengladbach, nachdem es gezielt Angriffe auf Frauen im Stadtgebiet gab. Nun meldet die Kriminalpolizei einen entscheidenden Ermittlungserfolg: Am Freitagmittag (26. Juni 2026) klickten im Ortsteil Mülfort die Handschellen. Ein 53-jähriger Mann wurde auf frischer Tat festgenommen. Er steht im dringenden Verdacht, für eine Serie von mindestens acht Raubdelikten verantwortlich zu sein.
Die Masche: Überfall aus dem Nichts Seit Ende Mai glich sich das Vorgehen des Täters im Stadtgebiet auf erschreckende Weise: Der Kriminelle näherte sich seinen Opfern auf einem Fahrrad, riss den Frauen im Vorbeifahren Schmuck und Halsketten gewaltsam vom Hals und flüchtete unerkannt. Die Polizei suchte intensiv nach dem Täter und schaltete vor wenigen Tagen mit einem Phantombild auch die Öffentlichkeit ein.
Festnahme auf frischer Tat an der Bruchstraße Der Zugriff erfolgte schließlich am Freitag gegen 12:40 Uhr unter den Augen observierender Einsatzkräfte. Der Verdächtige passierte im Bereich einer Parkanlage an der Bruchstraße eine 29-jährige Fußgängerin und schlug erneut nach demselben Muster zu. Als er der Frau die Halskette entriss, griffen die Beamten sofort ein. Der 53-Jährige hatte keine Chance zu entkommen. Das Opfer blieb glücklicherweise unverletzt, und die gestohlene Kette konnte direkt gesichert werden.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren Nach der Festnahme durchsuchten Ermittler die Unterkunft des Mannes, um weiteres Beweismaterial zu sichern. Ob ihm alle acht Taten der Raubserie rechtssicher nachgewiesen werden können, ist nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen der eigens eingerichteten Kommission. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wird der Verdächtige bereits am Samstag einem Haftrichter vorgeführt.
Die Polizei betont, dass vor allem die zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung nach der Öffentlichkeitsfahndung sowie die verstärkte Präsenz und gezielten Kontrollen im Stadtgebiet den Weg zu diesem Fahndungserfolg geebnet haben.