Ein dreister Diebstahl in den eigenen vier Wänden beschäftigt derzeit die Kriminalpolizei in Mönchengladbach. Am Montagnachmittag (29. Juni) wurde eine 84-jährige Seniorin in ihrer Wohnung an der Bachstraße im Ortsteil Schmölderpark/Rheydt Opfer von zwei Trickdiebinnen. Die Frauen erbeuteten gezielt Bargeld und Schmuck.
Die Masche: Vorgetäuschte Feuchtigkeitsmessung
Gegen 15:50 Uhr schellte es an der Wohnungstür der älteren Dame. Die beiden Unbekannten zeigten der Seniorin ein gefälschtes Schreiben eines Bauunternehmens vor. Unter dem Vorwand, in den Räumen dringend die Feuchtigkeit messen zu müssen, verschafften sie sich Zutritt zur Wohnung.
Drinnen teilten sich die Rollen der Täterinnen schnell auf: Während eine der Frauen die 84-Jährige im Badezimmer geschickt in ein Gespräch verwickelte und ablenkte, durchsuchte die Komplizin unbemerkt das Schlafzimmer nach Wertsachen.
Täterbeschreibung der Polizei
Die Opfer konnten die beiden flüchtigen Frauen wie folgt beschreiben:
- Täterin 1: Etwa 40 bis 45 Jahre alt, schwarze, schulterlange Haare. Bekleidet mit einer weißen Hose und einem weißen Top.
- Täterin 2: Ca. 20 bis 25 Jahre alt, ebenfalls schwarze Haare, die zu einem Zopf gebunden waren. Sie trug ein weißes T-Shirt und eine schwarze Hose.
Zeugen gesucht
Die Ermittler der Polizei Mönchengladbach fragen nun: Wer hat am Montagnachmittag im Bereich der Bachstraße oder in der näheren Umgebung des Schmölderparks verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer kann Hinweise auf die Identität oder den Fluchtweg der beiden Frauen geben?
Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02161-290 entgegen.
Tipp der Redaktion: So schützen Sie sich vor Trickdieben
Fälle wie dieser zeigen, wie skrupellos Kriminelle die Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft älterer Menschen ausnutzen. Die Redaktion rät daher dringend zu maximaler Vorsicht an der eigenen Wohnungstür:
- Fremde draußen lassen: Lassen Sie grundsätzlich keine Personen in Ihre Wohnung, die Sie nicht kennen oder deren Erscheinen nicht angekündigt war. Das gilt auch, wenn Fremde nach einem Schluck Wasser fragen, Zettel und Stift für eine Nachricht benötigen oder andere Notlagen vortäuschen.
- Unangemeldete Handwerker abweisen: Stehen Handwerker oder Ableser ohne vorherige schriftliche Terminabsprache vor der Tür, öffnen Sie nicht. Rufen Sie im Zweifel direkt bei der entsprechenden Firma oder der Hausverwaltung an, um den Einsatz zu überprüfen. Lassen Sie die Personen währenddessen vor der geschlossenen Tür warten.
- Keine Scheu vor dem Notruf: Sollten Sie sich bedrängt oder unwohl fühlen, zögern Sie nicht. Wählen Sie sofort die 110. Schandbarmachen oder falsche Höflichkeit sind hier fehl am Platz – schildern Sie der Polizei die Situation, und man wird Ihnen umgehend Hilfe zukommen lassen.