Mönchengladbach. Für Millionen Autofahrer endet am Dienstag eine spürbare Entlastung. Mit Ablauf des 30. Juni läuft der bundesweite Tankrabatt aus. Ab Mittwoch, 1. Juli, gilt wieder die reguläre Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Der ADAC rechnet deshalb mit einem Preisanstieg von rund 16,7 Cent pro Liter.
Wer den höheren Preisen noch entgehen möchte, sollte nach Einschätzung des ADAC möglichst heute noch tanken. Der Automobilclub empfiehlt, den Tank nicht erst am Abend oder kurz vor Mitternacht zu füllen. Aufgrund der seit April geltenden Preisregel dürfen Tankstellen ihre Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Deshalb ist der späte Vormittag – kurz vor 12 Uhr – derzeit der günstigste Zeitpunkt zum Tanken. Direkt nach 12 Uhr steigen die Preise häufig deutlich an. Der ADAC hat dafür mehr als 14.000 Tankstellen ausgewertet. Die Preisunterschiede innerhalb eines Tages liegen inzwischen bei durchschnittlich bis zu rund 15 Cent je Liter bei Super E10 und sogar noch höher bei Diesel.
Zwar endet der Tankrabatt offiziell erst in der Nacht auf Mittwoch. Experten schließen jedoch nicht aus, dass einzelne Tankstellen bereits heute Mittag oder am Nachmittag ihre Preise vorsorglich anheben oder Preissenkungen ausbleiben. Der eigentliche größere Preissprung wird an den meisten Tankstellen allerdings am Mittwoch gegen 12 Uhr erwartet. Grund dafür ist, dass für die Steuer nicht der Zeitpunkt des Tankens entscheidend ist, sondern wann der Kraftstoff das Tanklager oder die Raffinerie verlässt.
Für Autofahrer bedeutet das: Wer heute ohnehin tanken muss, sollte dies möglichst noch vor dem Mittag erledigen. Bei einem 50-Liter-Tank kann der Wegfall des Tankrabatts Mehrkosten von rund 8,35 Euro pro Tankfüllung bedeuten.
Auch wenn die Steuervergünstigung endet, wird der tatsächliche Kraftstoffpreis weiterhin von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem der Ölpreis, der Euro-Dollar-Kurs sowie der Wettbewerb zwischen den Tankstellen. Der ADAC geht jedoch davon aus, dass der Wegfall der Steuervergünstigung weitgehend an die Verbraucher weitergegeben wird.
Wer Kraftstoff für Rasenmäher, Generatoren oder andere Geräte bevorraten möchte, sollte ausschließlich zugelassene Kraftstoffkanister verwenden und die gesetzlichen Sicherheitsvorschriften zur Lagerung beachten. Eine allgemeine Empfehlung zum Horten von Kraftstoff sprechen Experten jedoch nicht aus.