Mönchengladbach. Mit einer erfundenen Geschichte über Wasserarbeiten haben sich zwei Männer am Donnerstag, 10. September, Zugang zu Wohnungen in Rheydt und Hardterbroich Pesch verschafft. Ihre mutmaßlichen Diebstahlsversuche scheiterten jedoch: Die Bewohner wurden misstrauisch, stellten die Männer zur Rede und warfen sie hinaus. Nach dem bisherigen Stand wurde in beiden Fällen nichts gestohlen.
Der erste Vorfall ereignete sich gegen 11.25 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in Rheydt. Zwei Männer klingelten bei einer 86 Jahre alten Frau und gaben sich als Wasserwerker aus. Die Seniorin ließ sie daraufhin in ihre Wohnung.
Einer der Männer ging mit ihr ins Badezimmer. Dort drehte er das Wasser auf und forderte die Frau auf, die Duschbrause festzuhalten. Doch die 86-Jährige wurde misstrauisch und verließ das Badezimmer.
Im Wohnzimmer entdeckte sie den zweiten Mann. Er war gerade dabei, einen Schrank zu öffnen. Die Seniorin reagierte sofort und forderte beide Männer lautstark auf, ihre Wohnung zu verlassen. Die beiden gingen daraufhin.
Ähnliche Masche in Hardterbroich Pesch
Auch in Hardterbroich Pesch verschafften sich zwei Männer unter dem Vorwand, Wasserarbeiten durchführen zu müssen, Zugang zur Wohnung eines älteren Ehepaares.
Ein 80 Jahre alter Bewohner ging zunächst mit den Männern in den Keller. Dort wollten sie angeblich die Wasserzähler ablesen. Während einer der Männer Fotos machte, ging der andere wieder nach oben.
Das machte den Senior misstrauisch. Er kehrte zu seiner Wohnung zurück und sah dort einen der Männer herauskommen. Der 80-Jährige forderte beide auf, das Haus zu verlassen.
Anschließend fuhren die Männer mit einem dunklen Kombi in Richtung Hardterbroicher Straße davon. Auch hier wurde nach dem bisherigen Stand nichts entwendet.
Die Polizei Mönchengladbach sucht Zeugen, die am Donnerstag verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Männern geben können. Sie können sich unter 02161 290 bei der Polizei melden.
Die Polizei warnt zugleich davor, unbekannte Personen in die eigene Wohnung zu lassen. Besuche seriöser Unternehmen würden häufig vorher angekündigt. Im Zweifel sollten Nachbarn oder Angehörige hinzugezogen werden.