
Eine groß angelegte Polizeiaktion gegen mutmaßlich bandenmäßigen Cannabis-Anbau hat auch nach Mönchengladbach geführt. Mehr als 100 Einsatzkräfte durchsuchten bereits am Donnerstag, 24. September, insgesamt 14 Wohn- und Gewerbeobjekte in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens. Neben Mönchengladbach waren unter anderem Aachen, Herzogenrath, Übach-Palenberg, Geilenkirchen, Baesweiler, Jüchen und Elsdorf betroffen.
Hintergrund der Aktion ist ein bereits seit längerer Zeit laufendes Ermittlungsverfahren von Polizei und Staatsanwaltschaft Aachen gegen fünf Beschuldigte. Ihnen wird bandenmäßiger Anbau und Handel mit Cannabis vorgeworfen.
Ermittler entdecken fünf Cannabisplantagen
Bei den Durchsuchungen machten die Ermittler umfangreiche Funde. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt fünf Cannabisplantagen entdeckt. Sichergestellt wurden außerdem größere Mengen bereits getrockneten sowie verkaufsfertig verpackten Cannabis und zahlreiche Cannabispflanzen.
Hinzu kamen Bargeld im Wert von mehreren Zehntausend Euro, Waffen und Munition. Auch Datenträger, gefälschte Ausweise, weitere Ausweisdokumente und Debitkarten nahmen die Ermittler mit. Vier Autos wurden ebenfalls sichergestellt.
Die technische Ausstattung, die zum Betrieb der Plantagen genutzt worden sein soll, wurde ebenfalls beschlagnahmt. Teile davon machten die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei bereits vor Ort unbrauchbar.
Vier Haftbefehle während der Razzia vollstreckt
Im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren lagen insgesamt fünf Haftbefehle vor. Vier davon vollstreckte die Polizei während der Aktion. Ein weiterer Haftbefehl war bereits zuvor vollstreckt worden.
Während der Durchsuchungen stießen die Ermittler zudem auf Hinweise zu zwei weiteren Objekten im Rhein-Erft-Kreis. Drei weitere Personen wurden vorläufig festgenommen.
An der Aktion waren deutlich mehr als 100 Einsatzkräfte beteiligt. Neben der Polizei Aachen waren Beamte weiterer Kreispolizeibehörden und spezialisierter Polizeieinheiten beteiligt. Auch das Technische Hilfswerk unterstützte die Maßnahmen.
Ermittlungen zu den Strukturen laufen weiter
Mit den Durchsuchungen ist das Verfahren nicht abgeschlossen. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen nun die sichergestellten Beweismittel auswerten und die Strukturen hinter dem mutmaßlich illegalen Anbau und Handel weiter aufklären. Dabei soll auch geprüft werden, ob weitere Personen beteiligt waren.
Welche konkrete Rolle der Standort in Mönchengladbach innerhalb des Ermittlungsverfahrens spielt, teilte die Polizei bislang nicht mit. Auch zur Zahl der in Mönchengladbach durchsuchten Objekte machte die Behörde keine genaueren Angaben.