Die Halloween-Nacht verlief in Mönchengladbach im Großen und Ganzen ruhig. Dennoch hielten 202 Einsätze die Polizei auf Trab. Besonders Böllerei in Eicken und Venn sowie ein Vorfall an der Arminiusstraße sorgten für Aufsehen.
Insgesamt verzeichnete die Polizei über die Nacht verteilt 202 Einsätze mit typischem Halloween-Bezug. Neben elf Ruhestörungen und sieben Fällen von Unfug kam es zu vier Körperverletzungen. Drei davon passierten in der Altstadt, eine weitere an der Neusser Straße.
Ein Dauerbrenner war erneut Pyrotechnik. 44 Mal rückten die Beamten wegen Böllereien aus. Besonders häufig riefen Anwohner aus Eicken und Venn die Polizei um Hilfe.
Gefährlicher Böller-Wurf durchs Autofenster
An der Arminiusstraße kam es gegen 20 Uhr zu einem gefährlichen Zwischenfall. Ein Auto rollte mit vier Insassen in Schrittgeschwindigkeit durch die Straße. Zwei bis drei verkleidete Personen liefen am Wagen vorbei und warfen plötzlich einen brennenden Böller durch das geöffnete Fahrerfenster.
Der Kracher explodierte direkt im Innenraum. Der Fahrer erlitt Verletzungen an der Hand. Alle vier Insassen mussten mit Verdacht auf ein Knalltrauma ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Großkontrolle: Mit 80 km/h auf dem E-Scooter erwischt
Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Nacht auf Elektro-Scootern. Die Beamten überprüften gezielt rund 150 Personen im Stadtgebiet. Augenmerk lag auf Frisieren, Verkehrssicherheit und Alkohol am Lenker.
Auf der Krefelder Straße fiel den Beamten ein Roller auf, der mit rund 80 km/h unterwegs war. Der 16-jährige Fahrer wollte vor der Kontrolle flüchten, wurde aber schnell gestoppt. Die Beamten stellten das Gefährt sicher und fanden beim Jugendlichen zudem Böller.
In Hehn erwischten die Einsatzkräfte einen 15-Jährigen betrunken auf einem E-Scooter. Auf der Wache wurde ihm im Beisein der Eltern Blut abgenommen. In Giesenkirchen fielen mehrere Jugendliche auf E-Scootern auf – unter anderem gab es Verwarngelder wegen Kopfhörern am Lenker und eine Anzeige, weil ein Böller einen Mülleimer beschädigte. Ein weiterer Scooter-Fahrer erhielt eine Strafanzeige wegen Verdachts auf Hehlerei.
Die Polizei kündigte an, E-Scooter auch in Zukunft scharf im Blick zu behalten.