und langfristig ausgebaut werden. Bei einem Fachtag im Haus Erholung haben sich im Juni rund 80 Fachkräfte, Ehrenamtliche sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Jugendhilfe, Vereinen, Verbänden, Verwaltung, Politik und Jugendvertretungen über die weitere Entwicklung ausgetauscht.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Kinder und Jugendliche von der Kita bis ins junge Erwachsenenalter dauerhaft an gesellschaftlichen und politischen Prozessen beteiligt werden können. Der Fachtag gilt als wichtiger Meilenstein beim Aufbau eines stadtweiten Netzwerks.
Netzwerk soll Zusammenarbeit stärken
Das geplante Netzwerk soll die Kinder- und Jugendbeteiligung in Mönchengladbach langfristig stärken und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure verbessern. Begleitet wird der Prozess im Rahmen eines Pilotverfahrens zum Strukturwandel von der Zukunftsagentur Rheinisches Revier und Zebralog.
Unterstützung erhielt die Veranstaltung unter anderem von Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Staatssekretär Lorenz Bahr aus dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Beigeordnetem Sebastian Dreyer sowie dem Vorstand des Jugendparlaments Mönchengladbach.
Die Initiative aus Mönchengladbach wurde dabei als beispielhafter Ansatz für den Aufbau verbindlicher Beteiligungsstrukturen hervorgehoben.
Austausch und Weiterentwicklung im Fokus
Während des Fachtags tauschten sich die Teilnehmenden in Workshops und Open-Space-Sessions über verschiedene Themen aus. Diskutiert wurden unter anderem:
- der entwickelte Qualitätsrahmen,
- das geplante Positionspapier,
- verschiedene Beteiligungsformate,
- junge Perspektiven im Strukturwandel,
- die zukünftige Arbeitsweise des Netzwerks.
Ein zentrales Ergebnis war die breite Zustimmung zum erarbeiteten Qualitätsrahmen. Zudem sprachen sich die Teilnehmenden dafür aus, ein dauerhaftes Netzwerk mit verlässlichen Strukturen als Plattform für Austausch, Zusammenarbeit und Qualitätsentwicklung aufzubauen.
Junge Menschen sehen ihre Beteiligung wertgeschätzt
Auch die Rückmeldungen der jungen Teilnehmenden fielen positiv aus. Sie berichteten von neuen Kontakten, einer offenen Atmosphäre und dem Gefühl, dass ihre Beteiligung wertgeschätzt werde. Gleichzeitig sahen sie sich in ihrer Rolle gestärkt.
Einen weiteren Impuls setzte Florian Hupe, Vorsitzender des Jugendparlaments Mönchengladbach. Mit seinem Appell, „raus aus der Passivität“ zu kommen, Hoffnung zu machen und sich aktiv einzubringen, griff er ein zentrales Anliegen vieler Teilnehmender auf und machte deutlich, dass Beteiligung vom Engagement aller lebt.
Positionspapier soll im September vorgestellt werden
Die Ergebnisse des Fachtags werden nun ausgewertet und in ein Positionspapier eingearbeitet. Dieses soll die Grundlage für die dauerhafte und verbindliche Weiterentwicklung des Netzwerks für Kinder- und Jugendbeteiligung in Mönchengladbach bilden.
Geplant ist, das Positionspapier im September dem Jugendhilfeausschuss vorzustellen.