Ein gefährliches Manöver eines Passanten hat am frühen Donnerstagabend im Mönchengladbacher Stadtteil Odenkirchen zu einem Rettungseinsatz geführt. An der Haltestelle „Burgmühle“ stürzte ein dreijähriger Junge in einem Linienbus, nachdem der Fahrer eine Notbremsung einleiten musste. Die Polizei sucht nun nach einem etwa 50 Jahre alten Mann, der den Vorfall ausgelöst haben soll und anschließend vom Unfallort flüchtete.
Gegen 18:30 Uhr wollte der Fahrer des Linienbusses gerade von der Haltebucht an der Straße Burgfreiheit in den fließenden Verkehr einfahren. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler trat in diesem Moment unvermittelt ein Fußgänger auf die Fahrbahn, um diese direkt vor dem anfahrenden Fahrzeug zu überqueren. Nur durch eine sofortige Reaktion und ein abruptes Bremsmanöver konnte der Busfahrer einen direkten Zusammenstoß mit dem Mann verhindern.
Während die Kollision im Außenbereich ausblieb, hatte die Wucht der Bremsung im Inneren des Busses Folgen: Ein dreijähriger Junge verlor den Halt und stürzte zu Boden. Das Kind zog sich dabei leichte Verletzungen zu und musste noch vor Ort von einer Rettungswagenbesatzung medizinisch versorgt werden.
Der verursachende Fußgänger setzte seinen Weg fort, ohne sich um die Folgen des Vorfalls zu kümmern oder seine Personalien anzugeben. Zeugen beschreiben den Gesuchten als etwa 1,90 Meter groß und von kräftiger Statur. Zum Zeitpunkt des Geschehens trug der etwa 50-Jährige einen braunen Pullover, eine blaue Jeans und kurzes Haar.
Die Polizei Mönchengladbach hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zur Identität des beschriebenen Mannes geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02161-290 zu melden.