Innerhalb weniger Tage kam es im Stadtgebiet von Mönchengladbach zu zwei Verkehrsunfällen, bei denen junge Frauen auf Zweirädern verletzt wurden. In beiden Fällen flüchteten die beteiligten Autofahrer von der Unfallstelle, ohne sich um die Verletzten zu kümmern. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe.
Der schwerere Vorfall ereignete sich am frühen Donnerstagmorgen gegen 5:40 Uhr im Bereich der Viersener Straße. Eine 17-jährige Jugendliche war dort mit ihrem E-Scooter unterwegs, als sie die Kreuzung zur Lindenstraße passierte. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler tauchte plötzlich ein weißer Kleinwagen aus der Lindenstraße auf. Um eine direkte Kollision mit dem Fahrzeug zu verhindern, reagierte die junge Fahrerin mit einem abrupten Ausweichmanöver.
Dabei verlor sie die Kontrolle über ihren E-Scooter und stürzte schwer auf die Fahrbahn. Während die 17-Jährige mit leichten Verletzungen von einem Rettungsteam in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden musste, setzte der Autofahrer seine Fahrt fort, ohne anzuhalten. Zeugen beschrieben das flüchtige Fahrzeug als weißen Kleinwagen mit Mönchengladbacher Kennzeichen (MG).
Kollision an der Breite Straße
Bereits zwei Tage zuvor, am Dienstagmorgen gegen 8:15 Uhr, kam es an der Kreuzung Schwalmstraße und Breite Straße zu einem ähnlichen Vorfall. Eine 20-jährige Frau befuhr mit ihrem Pedelec den Kreuzungsbereich, als sie mit einem herannahenden Auto zusammenstieß. Die Frau kam durch den Aufprall zu Fall und verletzte sich leicht.
Auch in diesem Fall leistete der Verursacher keine Hilfe. Laut Angaben der Verletzten handelte es sich bei dem Wagen um ein beiges Fahrzeug. Weitere Details zum Fahrer oder zum exakten Modell liegen derzeit noch nicht vor.
Zeugenaufruf der Polizei
Die Polizei Mönchengladbach prüft nun die Zusammenhänge und sucht dringend Zeugen, die Angaben zu den flüchtigen Fahrzeugen oder den Unfallhergängen machen können. Auch die beteiligten Autofahrer selbst werden aufgefordert, sich zu melden.
Hinweise nimmt die Polizei unter der zentralen Rufnummer 02161 290 entgegen.