Am bekannten Bahnübergang Clörather Mühle in Viersen hat sich am Mittwochmittag erneut ein tödliches Unglück ereignet. Ein Fußgänger (61) und sein Hund wurden von einem Personenzug erfasst, was zu einem massiven Rettungseinsatz führte.
Am Mittwoch, dem 27. Mai 2026, kam es gegen 13.20 Uhr zu dem tragischen Vorfall. Ein 61 Jahre alter Mann aus Grefrath war zu Fuß an dem halbbeschrankten Bahnübergang unterwegs. Dort wurde er auf den Gleisen von einem herannahenden Personenzug erfasst, der aus Richtung Viersen kam. Der Grefrather erlitt bei dem Zusammenstoß tödliche Verletzungen.
Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Viersen hatte der Mann seinen Hund bei sich. Ersten Vermutungen zufolge hatte sich das Tier unmittelbar vor dem Unglück losgerissen, woraufhin der 61-Jährige dem Hund über die Bahnschienen folgte. In der Folge kam es zu dem fatalen Vorfall, bei dem auch der Hund von dem Zug erfasst wurde. Um den genauen Hergang lückenlos aufzuklären, unterstützt ein spezielles Verkehrsunfallaufnahmeteam aus Essen die Ermittlungen vor Ort.
Der Vorfall zog einen großen Rettungseinsatz nach sich und hatte massive Auswirkungen auf den regionalen Pendlerverkehr. Die stark frequentierte Bahnstrecke zwischen Krefeld und Mönchengladbach musste für den Zeitraum des Einsatzes komplett gesperrt werden. Die Feuerwehr evakuierte rund 150 Fahrgäste aus dem Unglückszug und leitete sie in bereitgestellte Busse um. Ein weiterer Personenzug in Gegenrichtung fuhr zurück zum Bahnhof Anrath.
Für den Lokführer war die Situation extrem belastend; er wurde noch an der Einsatzstelle von einem Notfallseelsorger betreut. Für viele Bürger aus der Region ist die Strecke an der Clörather Mühle leider traurig bekannt, da es bereits im Juni und August 2025 an exakt diesem Übergang zu tödlichen Unfällen kam. Ob die Behörden nach diesem erneuten Schicksalsschlag bauliche oder technische Konsequenzen ziehen, ist derzeit noch völlig offen. Belastbare Aussagen zu möglichen Sicherheitsmaßnahmen liegen aktuell nicht vor.