In Mönchengladbach-Schrievers kam es am vergangenen Freitagnachmittag zu einem dreisten Diebstahl, bei dem eine 76-jährige Frau massiv bedrängt wurde. Die Polizei fahndet nun nach einem Trio, das die Seniorin auf offener Straße mit dem sogenannten „Kettentrick“ täuschte und hochwertigen Schmuck entwendete.
Der Vorfall ereignete sich gegen 14:10 Uhr auf der Pongser Straße. Nach bisherigen Erkenntnissen war die Frau zu Fuß in Richtung Dahlener Straße unterwegs, als plötzlich ein schwarzer Wagen neben ihr stoppte. Aus dem Fahrzeug stiegen zwei Frauen und ein Mann aus, die die Seniorin unmittelbar ansprachen. Die Unbekannten versuchten unter einem Vorwand, der 76-Jährigen Schmuck und Bargeld zu schenken.
Als die Frau das Angebot entschieden ablehnte, eskalierte die Situation: Die beiden Täterinnen hielten das Opfer fest und legten ihr gegen ihren Willen minderwertigen Schmuck an. In diesem Moment gelang es ihnen unbemerkt, die zwei echten, hochwertigen Armbänder der Seniorin zu stehlen. Unmittelbar nach der Tat flüchtete das Trio im schwarzen Auto über die Pongser Straße in Richtung Dahlener Straße.
Personenbeschreibungen der Tatverdächtigen Die Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Identifizierung der drei tatverdächtigen Personen, die allesamt auf ein Alter von 20 bis 25 Jahren geschätzt werden:
- Frau 1: Etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß und schlank. Sie hat langes blondes Haar und trug zum Tatzeitpunkt ein weißes Hemd mit braunen Punkten.
- Frau 2: Zwischen 1,60 und 1,70 Meter groß mit kräftiger Statur. Sie hat dunkles Haar und trug ein auffälliges, buntes Kopftuch.
- Mann: Circa 1,80 Meter groß und schlank. Er trug einen kurzen dunklen Bart, dunkles Haar und ein weißes T-Shirt.
Alle drei Personen wurden von der Geschädigten mit einem osteuropäischen Erscheinungsbild beschrieben.
Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die den Vorfall am Freitagnachmittag beobachtet haben oder Angaben zum schwarzen Fluchtfahrzeug und dessen Verbleib machen können. Hinweise nimmt die Polizei Mönchengladbach unter der Rufnummer 02161 290 entgegen.
Tipp der Redaktion: Gemeinsam gegen Trickdiebe
Vorfälle wie dieser häufen sich in letzter Zeit. Wir empfehlen daher dringend, das Gespräch mit Eltern, Großeltern oder älteren Nachbarn zu suchen. Oft hilft bereits die reine Information über diese Maschen, um im Ernstfall misstrauisch zu bleiben.
Sollten Sie selbst in eine Situation geraten, in der Sie sich unwohl fühlen:
- Handeln Sie frühzeitig: Zögern Sie nicht, sofort die 110 zu wählen.
- Öffentlichkeit schaffen: Wenn Täter zu nahe kommen, machen Sie lautstark auf sich aufmerksam. Hilfe-Rufe schrecken Diebe oft ab, da sie die Aufmerksamkeit von Passanten fürchten.