polizei-Moenchengladbach-Kontrollbild
Im Rahmen der europaweiten Sicherheitskampagne „Bus & Truck“ hat die Polizei Mönchengladbach am vergangenen Freitag eine großangelegte Kontrollstelle für den Schwerlastverkehr eingerichtet. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, dem städtischen Reinigungs- und Entsorgungsbetrieb mags sowie dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) nahmen 24 Einsatzkräfte den gewerblichen Güterverkehr am Ende der Autobahn A44 ins Visier.
Die Bilanz des Einsatztages zeigt deutliche Defizite bei der Sicherheit auf: Von insgesamt 77 kontrollierten Lastkraftwagen wiesen 26 Fahrzeuge oder deren Fahrer rechtliche Mängel auf. Das Spektrum der Verstöße war dabei breit gefächert. Neben Missachtungen der gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten stellten die Beamten technische Mängel an den Fahrzeugen sowie deutliche Überladungen fest. Auch Umweltdelikte und Probleme beim fachgerechten Transport von Lebensmitteln führten zu Anzeigen. Für neun Fahrer endete die Tour vorzeitig – ihnen wurde die Weiterfahrt wegen schwerwiegender Sicherheitsmängel vor Ort untersagt.
Besonders im Fokus der Einsatzkräfte stand ein 49-jähriger Mann, der mit einem überladenen Pritschenwagen unterwegs war. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen den Fahrer ein Haftbefehl vorlag. Um der Festnahme zu entgehen, gab der Mann zunächst falsche Personalien an. Die Ermittlungen vor Ort ergaben zudem, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war und mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Nach einer durch einen Arzt entnommenen Blutprobe wurde der Mann festgenommen.
Die Polizei Mönchengladbach betont, dass die Überwachung des Schwerlastverkehrs ein zentraler Baustein für die allgemeine Verkehrssicherheit bleibt. Auch nach Abschluss der offiziellen Aktionswoche ist daher mit regelmäßigen und unangekündigten Kontrollen im Stadtgebiet und auf den Autobahnzubringern zu rechnen.